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Insolvenz nach 289 Jahren: Papierfabrik schließt für immer

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Trotz intensiver Suche nach einem Investor fand sich keine Lösung: Schleipen Paper aus Bad Dürkheim stellt den Betrieb ein. 73 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die Papierfabrik Schleipen Paper aus Bad Dürkheim hat nach 289 Jahren den Betrieb eingestellt. Ende August sei die Produktion endgültig beendet worden, berichtet "Bild". 73 Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Das Unternehmen wurde 1737 gegründet und zählt zu den ältesten Papierfabriken Deutschlands. Erst vor fünf Jahren war die Fabrik im Isenachtal nach einer ersten Insolvenz von der Lenk-Gruppe aus Kappelrodeck übernommen und saniert worden. Zuletzt hatte das Unternehmen noch erwogen, wenigstens den sogenannten Cutting-Bereich weiterzuführen, also das Zuschneiden großer Papierrollen auf Kundenformate. Auch daraus wurde nichts. Trotz Brauereiaus: Traditionsmarke bleibt erhalten Krise erreicht Autohandel: Deutschlands ältester BMW-Händler ist pleite Gewerkschaft kritisiert Unternehmensführung Das Amtsgericht Baden-Baden hatte im Juni das Insolvenzverfahren über Schleipen Paper eröffnet. Insolvenzverwalter André Berbuer nannte rückläufige Aufträge als Hauptgrund für die wirtschaftliche Schieflage. Die deutschen Fabriken seien auf dem internationalen Markt nicht mehr konkurrenzfähig. "Der Industriestandort Deutschland ist hier nicht mehr attraktiv", sagte Berbuer der "Bild". Er verwies dabei auf drei Problemfelder: hohe und schwer planbare Kosten für Energie und behördliche Auflagen, ein unflexibles Arbeitsrecht in Verbindung mit Fachkräftemangel sowie eine mangelhafte Infrastruktur. "Es fehlt an Glasfaser und viele Straßen sind in einem schlechten Zustand", sagte er. Die Gewerkschaft IGBCE erhob unterdessen Vorwürfe gegen die Unternehmensführung. Gewerkschaftssekretärin Mareike Hanson erklärte, sowohl die Belegschaft als auch die Gewerkschaft seien erst nach der Insolvenzanmeldung informiert worden. "Zu diesem Zeitpunkt waren die Handlungsmöglichkeiten bereits deutlich eingeschränkt", so Hanson.