Autohandel: Wahl-Gruppe mit 31 Filialen rutscht in Insolvenz
Der nächste Autohändler steht vor dem Aus. Dieses Mal trifft es einen Traditionsbetrieb aus Nordrhein-Westfalen. Die Krise der Autoindustrie weitet sich aus, neben Zulieferern sind nun auch Autohändler betroffen. Nach Deutschlands größtem Renault-Händler Autohaus König in Berlin trifft es jetzt einen Händler mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die Wahl-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften und bundesweit 31 Filialen ist insolvent. 1.000 Beschäftigte bangen um ihre Zukunft. Der 1898 gegründete Traditionsbetrieb ist nach eigenen Angaben Deutschlands ältester BMW-Händler. Vertrieb: Autohaus König vor dem Aus Pleite: Europas größter Textilveredler insolvent Der Schwerpunkt des Autohauses liegt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Neben BMW werden auch andere Marken wie Opel, Peugeot und Citroën vertrieben. In einer Mitteilung berichtete das Unternehmen von einer "starken Kaufzurückhaltung" in den zurückliegenden Monaten. Händler wettern gegen Autobauer Die Krise der Autoindustrie greift längst auf die Händler über. Erst in der Vorwoche hatte das renommierte Autohaus König in Berlin mit einem breiten Filialnetz in Ostdeutschland Insolvenz angemeldet. Die Autohäuser in Deutschland hatten erst zuletzt den Verband der Automobilhändler (VAD) gegründet, um sich gegen die zunehmenden Marktvorgaben der Autobauer zu wehren. "Die Hersteller machen uns das Leben immer schwerer. Deswegen brauchen die Autohändler eine eigene, wirksame Vertretung ihrer Interessen", sagte VAD-Vertreter Burkhard Weller dem Magazin "Autohaus". Weller weiter: "Wir wollen erreichen, dass die Politik erkennt: Verkehrspolitik geht nur mit den Händlern und nicht gegen die Händler." Die Branche beschäftigt nach eigenen Angaben rund 300.000 Menschen.
