Reaktionen in Sachsen-Anhalt: SPD zufrieden, Linke will Regierung ohne AfD
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze räumt die Niederlage ein. Die Reaktionen auf die Sachsen-Anhalt-Wahl. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt für seine Partei als großen Erfolg gewertet und den Anspruch auf eine grundlegende Wende in dem Bundesland angemeldet. "Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben", sagte Siegmund kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend der ARD . Das Ergebnis sei "ein Zeichen, das könnte kaum deutlicher sein". AfD-Co-Chefin Alice Weidel sprach von einem "historischen Ergebnis". "Mal schauen, was der Abend noch so bringt", sagte sie im ZDF . CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hat das Scheitern seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eingestanden. "Es ist für uns eine Niederlage", sagte Schulze in der ARD. "Zuallererst möchte ich dem Wahlsieger gratulieren", sagte der Ministerpräsident an die Adresse der AfD . Das Ergebnis der Wahl sei Resultat eines demokratischen Prozesses, sagte Schulze mit Blick auf die hohe Wahlbeteiligung. Landtagswahlen 2026: Der aktuelle Newsblog zur Wahl in Sachsen-Anhalt In Grafiken: Alle Wahlergebnisse zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Überblick Wer regiert? Der Koalitionsrechner zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich erfreut gezeigt über das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die SPD habe den Einzug in den Landtag "sehr, sehr stabil geschafft", sagte er in der ARD. Das sei ein Zeichen, dass mit der SPD zu rechnen sei. Es gehe darum, nun nach vorn zu schauen, und es gehe um Wirtschaftswachstum und sichere Arbeitsplätze, sagte Klüssendorf. Man werde in der Bundesregierung analysieren müssen, was die richtigen Maßnahmen seien. Die Linke will laut Parteichefin Ines Schwerdtner nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den Wahlsieger AfD von der Regierungsmacht fernhalten. "Es liegt bei der CDU, zu sagen: Wer übernimmt jetzt die Verantwortung", sagte Schwerdtner im ZDF mit Blick auf eine mögliche künftige Regierung mit Unterstützung der Linken. "Es muss ganz klar sein, dass es keine wechselnden Mehrheiten mit der AfD gibt", so die Linke-Chefin weiter. BSW-Chefin Amira Mohamed Ali sagte zu den Prognosen: "Ich freue mich natürlich sehr darüber." Nach den Prognosen könnte das BSW es knapp in den Landtag geschafft haben. Ali räumte aber selbst ein, dass der Abend noch spannend werde. Das Endergebnis kann noch anders ausfallen.
