"Tatort" am Sonntag: Wer ist Opfer und wer Täter?
Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den ARD-Krimi. Die "Tatort"-Folge diesen Sonntag führt nach Nürnberg. Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der "Tatort" oder ein neuer "Polizeiruf 110". Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept. Dieses Kommissaren-Duo ermittelt in "Trotzdem" Sonntag, 23. August 2026, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den "Tatort" aus Nürnberg . Die Kollegen Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) ermitteln im Fall von 2024 mit dem Titel "Trotzdem". Darum geht es im "Tatort" aus Nürnberg Als ein Häftling Selbstmord begeht, trifft die Tat Insassen, Familienangehörige und die Polizei gleichermaßen. Der junge Lenni war wegen des angeblichen Mordes an seiner damaligen Freundin verhaftet worden. Allerdings gab es im Polizeipräsidium damals schon Zweifel, den richtigen Verdächtigen zu haben und auch Lennis Schwestern sind nach wie vor von seiner Unschuld überzeugt. Während Voss und Ringelhahn nachforschen, ob es sich wirklich um Selbstmord handelt, sind Lennis Schwestern auf Rache aus und geben der Polizei mindestens eine Mitschuld am Tod ihres Bruders. Der Fall ist hochemotional aufgeladen und fühlt sich nicht nur für die Schwestern persönlich an. Noch dazu ist es Ringelhahns letzter Fall. Kommende "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Termine im Überblick Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant: "Tatort" aus Ludwigshafen (2023) : "Gold" – Sonntag, 30. August, um 20.15 Uhr "Tatort" aus Saarbrücken (2025) : "Das Ende der Nacht" – Sonntag, 6. September, um 20.15 Uhr Während der "Tatort" 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie "Der Kommissar" ins Leben gerufen wurde, ist der "Polizeiruf 110" ein Konzept aus der ehemaligen DDR . Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der "Polizeiruf" deutlich seltener zu sehen als sein Pendant. Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt. "Tatort" versus "Polizeiruf 110": ein ungleiches Duell Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel sieben bis zehn Folgen aus dem "Polizeiruf 110"-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim "Tatort" gibt, schicken beim "Polizeiruf 110" lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen. Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, "Tatort"-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.
