WM-Chef: Infantino-Gegner sollen "sich untersuchen lassen"
Im Machtkampf um die Fifa-Spitze wird weiter um die Deutungshoheit gerungen. Ein Trump-Vertrauter springt Infantino zur Seite. Mit scharfen Worten hat sich der Chef der WM-Taskforce des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, hinter Fifa-Präsident Gianni Infantino gestellt. Wer bei der Wiederwahl im März 2027 gegen den Schweizer stimme, treffe "wahrscheinlich eine der dümmsten Entscheidungen seines Berufslebens" – und solle sich "untersuchen lassen". Giuliani lobte Infantino gegenüber dem US-Portal "The Athletic" für die WM-Ausrichtung in den USA, Mexiko und Kanada. Infantino habe "das größte globale Sportereignis aller Zeiten ohne Zwischenfälle auf die Beine gestellt". Der Weltverband erwirtschaftete dabei Rekordeinnahmen von rund 13 Milliarden Euro. Er soll Erfahrung sammeln: BVB verleiht Top-Talent Er schoss 1990 fünf WM-Tore : Ex-Fußballstar meldet Privatinsolvenz an Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump Infantino gestärkt und vor einem "schrecklichen Fehler" gewarnt. Giuliani betonte, er habe vor der Berichterstattung nichts von Infantinos Investorenplan gewusst. Der Fifa-Präsident hatte geplant, Anteile an Fifa-Turnieren an private Investoren zu verkaufen – darunter an den Bruder von Trumps Schwiegersohn. Der Plan ist inzwischen verworfen und hatte Infantino massiv in die Kritik gebracht. "Manche Menschen sind neidisch" Giuliani sagte: "Manche Menschen sind neidisch, wenn jemand sehr viel erreicht." Was Infantino für die Fifa geleistet habe, "ist, dass er sie auf ein ganz neues Niveau gehoben hat, das sie wahrscheinlich nicht für möglich gehalten hätten". Die Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika haben zuvor ihren Ton gegenüber Infantino verschärft. Einzelne nationale Verbände haben dem Fifa-Chef dennoch Unterstützung zugesagt. Ein Gegenkandidat für die Wahl im März 2027 hat sich bislang nicht gemeldet.
