Finanzen und Versicherungen: W&W legt bei Gewinn zu – Verlust in Baufinanzierung sinkt
Vorstandschef Junker peilt bis zu 150 Millionen Euro Gewinn an. Welche Herausforderungen bleiben für den Finanzkonzern W&W?
Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr dank geringerer Verluste in der Baufinanzierung gesteigert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 105 Millionen Euro und damit 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Finanzkonzern mit der Bausparkasse Wüstenrot und dem Versicherer Württembergische in Kornwestheim bei Stuttgart mitteilte. Vorstandschef Jürgen Junker sieht W&W damit weiter auf Kurs zu einem Jahresgewinn von 120 bis 150 Millionen Euro.
Während die Wohnen-Sparte ihren Verlust im ersten Halbjahr von 51 Millionen auf 12 Millionen Euro verringerte, konnte das Versicherungsgeschäft der Württembergischen seine Ergebnisse insgesamt nicht ganz halten. Dabei steigerte die Schaden- und Unfallsparte ihren Gewinn leicht auf 108 Millionen Euro. In der Personenversicherung ging der Überschuss etwas stärker auf 26 Millionen Euro zurück.
Unternehmenschef Junker deutete bei Wüstenrot Veränderungen an: „Gleichzeitig haben wir die Herausforderungen im Bauspargeschäft im Auge, wo bereits notwendige Schritte zur Ertragssteigerung identifiziert und eingeleitet wurden.“ Nähere Angaben dazu wurden in der Mitteilung zu den Halbjahreszahlen nicht gemacht.
Grundsätzlich teilen sich Bausparverträge in zwei Phasen auf: Sparerinnen und Sparer zahlen regelmäßig Geld ein, um nach einigen Jahren das Recht auf einen Kredit mit vergleichsweise niedrigen Zinsen zu bekommen. Dadurch haben sie Planungssicherheit, zum Beispiel für den Kauf einer Wohnung. Darüber hinaus erhalten sie Guthabenzinsen.
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