Nahost-Krieg aktuell: Teheran verkündet Einigung in Straße von Hormus
Laut Berichten stehen die USA und der Iran vor einem Übergangsdeal. Teheran verkündet eine Einigung mit dem Oman. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 5. August Teheran: Neue Einigung in der Straße von Hormus Der Iran und der Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die "geografischen Koordinaten" für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung zu den zentralen Punkten der Vereinbarung werde derzeit fertiggestellt, sagte der Sprecher weiter – "wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern". Der Iran und der Oman hatten über eine neue Route durch die seit Beginn des Iran-Kriegs weitestgehend durch Teheran blockierte Straße von Hormus beraten. Die Meerenge ist für den weltweiten Erdöl- und Erdgashandel von enormer Bedeutung. Netanjahu widerspricht Trump zu Einigung mit Hamas Israel hat laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem kürzlich verkündeten Plan des Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen nicht zugestimmt. Israel sei ein "Entwurf" zugeschickt worden, sagte Netanjahu in einer in sozialen Medien verbreiteten Videobotschaft. "Wir haben nicht zugestimmt." Israel habe stattdessen Anmerkungen geschickt. Details dazu nannte Netanjahu zunächst nicht. Der israelische Regierungschef äußerte sich damit erstmals öffentlich zu dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats. Er sieht vor, dass die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Waffen abgibt und Israels Armee aus dem Gazastreifen abzieht. Trump hatte am Freitag mitgeteilt, der Friedensrat habe eine Einigung auf eine "vollständige Entwaffnung" der Hamas erzielt. Nun widerspricht Netanjahu öffentlich. Netanjahu macht die vollständige Entwaffnung der Terrorgruppe Hamas zu Bedingung für einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Im Libanon praktiziert Israels Armee laut einem Bericht der Zeitung "Le Monde" ein ähnliches Modell. Demnach entwaffnet die libanesische Armee Kämpfer der Terrorgruppe Hisbollah, im Gegenzug zieht das israelische Militär aus den entsprechenden Regionen ab. Bericht: USA und Iran vor Übergangsdeal in Straße von Hormus Im Iran-Krieg stehen die USA , der Iran und der Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche. "Axios" schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme. Dienstag, 4. August Schiff sinkt nach Beschuss im Roten Meer Im Roten Meer ist vor der Küste des Jemen am Dienstag ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff angegriffen worden und gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der "Faize Noore Oliya" – darunter 13 indische Staatsangehörige und ein Staatsbürger des Jemen – gerettet, teilte ein Beamter aus der jemenitischen Stadt Mokka mit. Seinen Angaben zufolge war das Schiff südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida angegriffen worden. Die international anerkannte Regierung des Jemen machte die Huthis für den Angriff verantwortlich, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba berichtete. Die von Teheran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Saudi-Arabien griff seinerseits Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten an. Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal teilte im Onlinedienst X mit, das Schiff sei "in der Nähe jemenitischer Gewässer von einem Geschoss getroffen worden". Indien verurteile "diesen unprovozierten Angriff aufs Schärfste", fügte er hinzu. Bessent: Chance für Iran-Deal zu Hormus heute oder morgen US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Finanzminister Scott Bessent hat eine mögliche Einigung mit dem Iran zur Öffnung der Straße von Hormus für heute oder morgen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen", sagte er in einem Interview des US-Senders CNBC. Katar: Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg dauern an Die Vermittlungsbemühungen zur Beilegung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran dauern nach Angaben Katars weiter an. Eine Einigung gebe es zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht, sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in der Hauptstadt Doha. Er sprach aber von laufenden diplomatischen Bemühungen, die "bereits weit fortgeschritten" seien. Die Vermittler arbeiteten daran, die unterschiedlichen Standpunkte zusammenzuführen. "Es werden ständig Entwürfe ausgetauscht", so al-Ansari. Mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei bisher keine Einigung erzielt worden. "Das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern", so der Außenamtssprecher. Der Schwerpunkt liege nun darauf, eine Eskalation zu verhindern und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erreichen, sagte er weiter. Katar vermittelt unter anderem neben Pakistan im Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .
