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Lothar Matthäus rechnet nach WM mit Fifa ab: "Verrat am Fußball"

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Lothar Matthäus rechnet mit der Fifa ab – von der Balogun-Entscheidung bis zu Trinkpausen und Ticketpreisen. Dabei fällt auch ein Name, der im Fußball nichts zu suchen hat. Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat die Fifa in einem Beitrag für die "Sport Bild" scharf angegriffen. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht eine Entscheidung, die er als "Verrat am Fairplay und am Fußball" bezeichnet – und die direkt mit US-Präsident Donald Trump zusammenhängt. "Die Fifa hat den Fußball längst verkauft", schrieb Deutschlands Rekord-Nationalspieler. Konkret geht es um die Rote Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun. Matthäus: "Völlig indiskutabel ist, dass die Fifa nach Trumps Anruf bei Infantino die Rote Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun ausgesetzt hat. Das hätte niemals passieren dürfen, das war Verrat am Fairplay und am Fußball." Sepp Blatter: Ex-Fifa-Chef ruft zum Widerstand gegen Infantino auf "Großartige Gelegenheit": Fußballboss fordert 64 Teams für die WM 2030 Die "Trump-Infantino-Show" habe ihn geärgert. Auch die "Amerikanisierung des Fußballs und die extreme Kommerzialisierung" hätten ihn "gestört". Matthäus: "Kein Mensch braucht Trinkpausen" Zudem kritisierte der 65-Jährige die neu eingeführten Trinkpausen: "Kein Mensch braucht Trinkpausen (...). Und natürlich vermarkten die Fifa und die TV-Sender die Unterbrechungen – das ist der wahre Grund für deren Einführung." Die Halbzeit-Show beim Finale empfand er als "unpassend. Tolle Künstler, tolle Musik - aber warum in der Halbzeit, die dadurch viel zu lang wurde? Warum nicht vor dem Spiel?" Auch die Ticketpreise stießen ihm sauer auf. Die Kosten für Fans seien insbesondere in den USA zu hoch gewesen. Matthäus schrieb: "Wahrscheinlich ist es zu romantisch gedacht, aber ich würde es schön finden, wenn Fußball Fußball bleibt – für alle!" Die erwartete WM-Erweiterung auf 64 Mannschaften würde er begrüßen – und fügte hinzu: "Kleiner Scherz: Dann wäre auch Italien wieder sicher dabei."