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Grusel-Attraktion aufgefrischt: Schauriger Frühjahrsputz im Hamburg Dungeon

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Von restaurierten Pestleichen bis zu sprechenden Köpfen: Wie das Hamburg Dungeon seine schaurigen Kulissen für Besucherinnen und Besucher wieder auf Hochglanz bringt.

Jedes Jahr, wenn das große Reinemachen ansteht, gibt es in der Hamburger Speicherstadt einen schaurigen Termin: Beim Frühjahrsputz im Hamburg Dungeon werden auch Skelette, Folterinstrumente und Totenköpfe mal gründlich gereinigt. "Wir wollen unsere Attraktion wieder frisch, aber nicht weniger furchtbar machen", sagte Geschäftsleiter Daniel Zschocke der Deutschen Presse-Agentur. 

"Unsere Besuchenden sollen auch in den nächsten 25 Jahren noch das Hamburg Dungeon besuchen können." Geöffnet hat die Grusel-Attraktion an 364 Tagen im Jahr – nur Heiligabend macht das Dungeon Pause.

Folterwerkzeuge, Störtebekers Kopf und eine Pestleiche

Bei der Generalüberholung werden alle Requisiten, Kulissen und Kostüme inspiziert. Dabei müssen den Angaben zufolge insgesamt 13 Folterwerkzeuge poliert, 800 historische Kostüme gewaschen und bis zu 1.900 Requisiten kontrolliert werden. "Auch die Special Effects werden überprüft, damit sie weiterhin am richtigen Ort und zur richtigen Zeit funktionieren", sagte Zschocke. Dazu zählen unter anderem ein Hologramm des sprechenden Kopfes von Pirat Klaus Störtebeker sowie Soundeffekte, die bei den Besuchern für den einen oder anderen Schreck sorgen.

Ein Highlight beim Frühjahrsputz ist dieses Jahr die erneuerte Pestleiche. Sie wurde laut Dungeon in rund 60 Arbeitsstunden von einem Schleswig-Holsteiner Requisitenhersteller restauriert. Der rund 40 Kilogramm schweren Silikonfigur seien etwa ein halbes Kilo echtes Menschenhaar einzeln eingesetzt und die Innereien wie Herz und Darm erneuert worden. 

Hamburgische Geschichte am eigenen Leib erfahren

Mehr als 20 Show-Räume können die Besucher in den engen Gängen des Dungeon erleben. 40 professionelle Schauspieler versetzen dabei mit Hilfe von detailreichen Requisiten die Besucher in die dunklen Kapitel der Hamburger Geschichte zurück. 

Zur beliebtesten Show gehört nach Angaben der Betreiber die Geschichte der Hamburgerin Maria Katharina Wächtler aus dem 18. Jahrhundert. Sie soll ihren Mann, der sie jahrelang gequält haben soll, ermordet, zerstückelt und dann seine Einzelteile in Paketen auf dem Weg nach Lübeck verteilt haben. Im Hamburg Dungeon spricht der Geist der Katharina zu den Besuchern.