Russell gewinnt Shanghai-Sprint - Nächstes Hülkenberg-Aus
George Russell ist auch im ersten Formel-1-Sprint des Jahres nicht zu schlagen. Hinter dem Mercedes-Piloten kommen die starken Ferraris ins Ziel. Der einzige deutsche Fahrer hat wieder Pech. Auftaktsieger George Russell hat nach einem packenden Startduell mit Lewis Hamilton auch das erste Sprintrennen des Formel-1-Jahres gewonnen. Der englische Mercedes-Pilot verwies in Shanghai nach dem Kurz-Event über 100 Kilometer Charles Leclerc im Ferrari auf den zweiten Platz und sammelte weitere acht Punkte in der Fahrerwertung. Hamilton, der den Sprint in China im Vorjahr noch gewonnen hatte, schaffte es diesmal nur als Dritter vor Weltmeister Lando Norris im McLaren aufs Podest. Der viermalige Weltmeister Max Verstappen von Red Bull erlebte am Samstag eine Enttäuschung und blieb als Neunter erneut ohne Zähler. "Guter Job, anfangs etwas holprig. Lewis hat in der Anfangsphase gute Arbeit geleistet", funkte Russell nach seiner Zieldurchfahrt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte den WM-Spitzenreiter im TV-Sender Sky: "Das war einfach richtig reif." Nico Hülkenberg musste eine Woche nach seinem vorzeitigen Technik-Aus in Melbourne seinen Audi in Runde 13 von 19 abstellen. Das Safety Car sorgte noch einmal für Spannung. Russells Sieg war am Ende aber ungefährdet. Verstappen wird durchgereicht Der Auftakt hatte es in sich. Verstappen erwischte einen miserablen Start und fiel von Position acht noch weiter nach hinten. "Alles, was schiefgehen kann, ging auch schief", sagte der Red-Bull-Star mit versteinertem Gesicht und meinte damit unter anderem den Start sowie die Balance des Autos. Ob er überrascht sei von den vielen Problemen? "Etwas mehr als erwartet", räumte Verstappen ein. Leclerc verdrängt Stallrivale Hamilton Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli kam ebenfalls kaum vom Fleck. Nach wenigen Metern leistete sich der Italiener auch noch eine Kollision mit Verstappens Teamkollege Isack Hadjar. Trümmerteile flogen auf den Asphalt, Antonelli bekam eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Racing-Bull-Youngster Arvid Lindblad drehte sich dann und war später zur Aufgabe gezwungen. An der Spitze lieferten sich in den ersten der 19 Runden Russell und Hamilton ein Wechselspiel an der Spitze. Zur Halbzeit erarbeitete sich der englische Auftaktsieger aber einen Vorsprung von gut drei Sekunden auf die starken Ferrari-Piloten Hamilton und Leclerc, die sich als Stallrivalen ein enges Duell um Rang zwei lieferten. "Ich glaube, Lewis hat zu kämpfen", funkte Leclerc - und zog am Rekordweltmeister vorbei. An Russell, vor einer Woche Sieger des Auftaktrennens in Australien, kam er jedoch nicht mehr heran.
