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Bus zum Berg: Tipp für Münchner – neue Buslinie ab 2027

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Mut zur Lücke? Nicht in Österreich: Das Verkehrsministerium will mit einer neuen Buslinie eine Lücke zwischen Tirol und Bayern schließen. Wen es regelmäßig in die Berge zieht, weiß: Das hohe Verkehrsaufkommen kann durchaus nervenaufreibend sein. Bus- oder Zugverbindungen sind, bis auf einige Ausnahmen, eher selten. Das österreichische Verkehrsministerium plant nun ein Pilotprojekt: Die sogenannte "Interregio-Buslinie" zwischen Jenbach in Tirol und dem Tegernsee in Bayern. Das gab das Ministerium am Mittwoch (11. März) in einer Pressemitteilung bekannt. Neue Buslinie nach Tirol Die neue Linie beginnt in Jenbach, etwa eine halbe Autostunde von Innsbruck entfernt. Sie soll über die Bundesstraße 181 bis zur deutschen Grenze führen. Ab dort geht es dann über die B307 bis zum Tegernseer Bahnhof. Unterwegs sind Stopps in Wiesing, Eben am Achensee, Maurach, Achenkirch und dem Achenpass geplant. Laut Verkehrsministerium soll die Linie täglich zwischen 6.20 Uhr und 19.20 Uhr einmal pro Stunde fahren – insgesamt 14 Verbindungen pro Richtung werden dann angeboten. "Damit entsteht erstmals ein leistungsfähiges öffentliches Verkehrsangebot für Menschen entlang der Strecke", heißt es aus dem Ministerium. In Jenbach haben Reisende dann Anschluss an Züge und Busse in Richtung Innsbruck, das Zillertal oder nach Kufstein. Auch Verbindungen über den Brenner bis nach Italien sind ab Innsbruck möglich. Das Projekt wird auch aus Mitteln Bayerns mitfinanziert. Wer die Linie betreiben wird, steht noch nicht fest, soll aber im Herbst vergeben werden. Den Betrieb will man dann ab Juni 2027 beginnen. Buslinie vom Tegernsee nach Jenbach: Diese Ziele lohnen sich Aktuell existiert bereits mit der Linie 390 eine Verbindung nach Tirol ab Tegernsee; dieser fährt allerdings nur zweimal am Tag und auch nur bis Pertisau. Außerdem hält der Bus unterwegs nur in Rottach-Egern, Kreuth und Achenkirch. Gerade für die Münchner ist die neue Interregio-Linie also ein Gewinn: Denn wer die Gipfel im Karwendelgebirge und Rofan erklimmen oder im Zillertal Skifahren will, ist zwangsweise auf das Auto angewiesen. Sollte die Linie so umgesetzt werden wie vom Ministerium geplant, ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten: Jenbach: Ein Ausflug zum historischen Schloss Tratzberg oder zur malerischen Wolfsklamm mit dem Felsenkloster am Georgenberg Achensee und Achenpass: Anreise zu Skigebieten wie der Christlum oder Bergtouren auf Gipfel wie den Unnütz. Ebenfalls möglich sind Ausflüge in zahlreiche Wellness-Hotels oder für Radtouren rund um den Achensee Warum die neue Buslinie ein Gewinn ist In Österreich verspricht man sich viel von einer solchen Interregio-Linie: Zum einen können die Bewohner für den Arbeitsweg oder für Besorgungen auf das Auto verzichten. Zum anderen profitieren auch viele Ausflügler davon. Die Buslinie löst außerdem ein weiteres Problem, nämlich das hohe Verkehrsaufkommen. Das Achental ist zu einem Nadelöhr geworden, etwa als Umfahrung zur Inntalautobahn, um Staus oder die Maut zu vermeiden. An Wochenenden und Feiertagen kommt außerdem der Ausflugsverkehr hinzu. Das Ergebnis: Staus und verstopfte Straßen. Aufgrund zunehmender Proteste der Einheimischen hatten die Tiroler Behörden daher auch Maßnahmen wie eine Dosierampel ergriffen: Diese regelte die Zufahrt vom Achenpass in Richtung See. Der daraus entstehende Rückstau bremste jedoch auch die zahlreichen Ausflügler aus. Mobilitätsminister Peter Hanke ist von dem Projekt überzeugt: "Mit dieser Verbindung schaffen wir eine zuverlässige Alternative und bringen den öffentlichen Verkehr näher an die Lebensrealität der Menschen", so der Minister.