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Gerichte: Prozess nach tödlicher Messerattacke im Supermarkt startet

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Ein zufälliges Opfer, ein Angriff mit einem Küchenmesser – und viele offene Fragen. Der Prozess am Landgericht startet, doch was war das Motiv?

Zuerst gibt es auf einem Parkplatz vor einem Supermarkt in Lemgo einen kurzen Kontakt, wenig später stirbt ein 16-Jähriger durch Messerstiche vor den Augen von Kunden im Kassenbereich. Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen und Schlagzeilen. Bis heute ist das Motiv für den Angriff nicht geklärt. Opfer und Angreifer sollen sich zuvor nicht gekannt haben. Das Landgericht Detmold verhandelt ab dem 19. März in der Sache. Angeklagt ist ein 33-Jähriger wegen Mordes. 

Der Prozess soll die offenen Fragen klären. Die Strafkammer werde nun versuchen, die Hintergründe der Tat zu beleuchten, sagte ein Sprecher des Landgerichts Detmold. Die Staatsanwaltschaft hatte früher bereits die Vermutung geäußert, dass der 16-Jährige ein Zufallsopfer gewesen sein könnte. 

Fest steht: Am Abend des 20. Oktober 2025 hält sich das spätere 16 Jahre alte Opfer mit zwei Begleitern auf dem Parkplatz auf. Sie unterhalten sich und bemerken den Angeklagten erst, als der Deutsche mit einem Küchenmesser und einer etwa zwölf Zentimeter langen Klinge auf sie zuläuft. Den Ermittlern berichten sie, dass der Detmolder das Messer zuvor aus der Kleidung gezogen habe. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits weit nach 20.00 Uhr. 

Begleiter können fliehen

Die beiden Begleiter des 16-Jährigen können fliehen, während das spätere Opfer den Angreifer zu Boden stößt. Dann flüchtet er in den Supermarkt. Laut Anklage läuft der Angeklagte aber sofort hinter ihm her. Im Kassenbereich rutscht der Schüler aus und fällt kurz auf den Boden. Als er sich aufrichtet, soll der Angeklagte ihm das Messer unvermittelt und mit voller Kraft in die Brust gerammt haben. 

Es kommt zu einer kurzen Rangelei, der Angreifer holt erneut aus und trifft den 16-Jährigen, so die Ermittlungen, mit einem Stich in den Kopf. Laut Obduktion ist der Jugendliche auf der Stelle tot. Nach der Tat flüchtet der Angreifer, wird aber wenig später auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt festgenommen. Er kommt mit Verletzungen ins Krankenhaus. Viele Zeugen sehen die Tat mit an und werden später psychologisch betreut, um das Erlebte verarbeiten zu können. Außerdem gibt es Videoaufnahmen. Deshalb ist der Ablauf der Tat relativ eindeutig. 

Bis Mitte April hat das Landgericht insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt.