VfL Wolfsburg: Tumulte nach HSV-Spiel – Marius Müller fliegt, Fans zündeln
Der VfL Wolfsburg taumelt dem Abstieg entgegen. Nach der Niederlage gegen den HSV liegen die Nerven blank. Die Krise des VfL Wolfsburg hält auch am Samstagnachmittag an: Im Heimspiel gegen den Hamburger SV mussten die Niedersachsen eine 1:2-Niederlage hinnehmen, bleiben damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach Schlusspfiff gab es sowohl auf den Rängen als auch auf dem Rasen eine Reaktion. Ausrufezeichen im Bundesliga-Keller: HSV verschärft die Krise des VfL Wolfsburg Wilde Bundesliga-Fernduelle: Stuttgart stolpert – Drama in Leipzig So gerieten mehrere Wolfsburger Profis mit ihren HSV-Gegenspielern aneinander. Der Auslöser war dabei nicht zu erkennen. Wölfe-Trainer Daniel Bauer versuchte zu schlichten, Schiedsrichter Florian Exner schritt ebenfalls ein. Der Unparteiische zeigte Wolfsburgs Ersatztorhüter Marius Müller schließlich die Rote Karte. Kapitän Maximilian Arnold sagte bei DAZN: "Frustration pur. Wir sind sehr enttäuscht. Das ist absolut kein schöner Moment. Alle, die es mit dem VfL Wolfsburg halten, sind frustriert." Der Profi dürfte dabei nicht nur das Geschehene auf dem Rasen im Blick gehabt haben. Denn auf den Rängen eskalierte die Stimmung ebenfalls. Fanutensilien brennen vor der Wolfsburger Kurve Die Wolfsburger Fans skandierten "Wir haben die Schnauze voll", dazu flog gezündete Pyrotechnik aufs Feld und brannte dort ab. Die Kameras fingen auch brennende Fanutensilien ein, die vor der Wolfsburger Kurve ebenfalls herunterbrannten. Es sei nicht schön in der Kabine gewesen, verriet Arnold: "Ich glaube, heute schläft keiner, weil es ziemlich weh tut." Bei seinem Sky-Interview wurde Arnold durch Zwischenrufe von den Rängen gestört. "Da sind Dinge gefallen, die definitiv unter der Gürtellinie sind", sagte HSV-Coach Merlin Polzin bei DAZN über die Szenen unmittelbar nach dem Spiel: "Natürlich ist das nie schön." Der deutsche Fußball lebe von der Emotionalität, "wenn man dann unzufrieden ist mit der Leistung, die gezeigt wird, dann entlädt sich das vielleicht irgendwann", sagte Polzin: "Aber trotzdem hoffe ich natürlich, dass der VfL sich fängt."
