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Eisschnelllauf: Hendrik Dombek kritisiert Verband nach Petzold-Sperre

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Eisschnellläufer Fridtjof Petzold kritisierte seinen Verband öffentlich – und wurde daraufhin gesperrt. Nun formiert sich Widerstand aus den eigenen Reihen. Der Athletenvertreter der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), Hendrik Dombek, hat die vorläufige Sperre seines Teamkollegen Fridtjof Petzold als "überzogen und einschüchternd" bezeichnet. Der Verein Athleten Deutschland fordert die sofortige Aufhebung des Startverbots – und stellt die Unabhängigkeit des zuständigen Disziplinarrats infrage. Petzold hatte während der Olympischen Winterspiele in Italien strukturelle Probleme im Verband und schlechte Betreuung öffentlich angesprochen. DESG-Präsident Matthias Große und Sportdirektorin Nadine Seidenglanz wiesen die Vorwürfe zurück und verhängten ein vorläufiges Startverbot. Zusätzlich entzogen sie Petzold den Bundeskaderstatus. Beide Beschlüsse gelten bis zur endgültigen Entscheidung des Disziplinarbeirats. Athleten Deutschland kritisiert, dass genau dieser Disziplinarrat über mögliche Sanktionen entscheidet. Dort seien Personen vertreten, "die maßgebliche Mitverantwortung für die von Petzold angesprochenen Probleme tragen". Teamkollege sagt aus Solidarität WM-Teilnahme ab Dombek äußerte sich über Athleten Deutschland und forderte ein klares Signal der Verbandsführung: "Der Verband und seine Mitgliedsorganisationen sollten die gegenwärtige Situation als Chance für eine Veränderung der Kommunikationskultur und des Umgangs miteinander nutzen." Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" erklärte er zudem, die Athletinnen und Athleten wünschten sich "eine unabhängige Aufklärung der zahlreichen Vorwürfe". Aus Solidarität mit Petzold hat Eisschnellläufer Felix Maly seine Teilnahme an der Mehrkampf-WM in dieser Woche abgesagt. Dombek steht hingegen in der Startliste. Am Donnerstag ernannte die DESG den ehemaligen Eisschnellläufer Christian Breuer zum Sonderbeauftragten des Präsidiums. Er soll die im Vorjahr beschlossene Strukturkommission leiten und gemeinsam mit interner und externer Expertise Vorschläge für die künftige Struktur und Arbeitsweise des Verbandes erarbeiten. Zudem soll er das Präsidium beratend unterstützen.