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Soziales: Mehr Kinder in Sachsen brauchen Erziehungshilfe

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Fast jedes zehnte Kind unter 18 Jahren in Sachsen bekam 2024 Erziehungshilfe. Besonders oft geht es um familiäre Konflikte oder fehlende Erziehungskompetenz der Eltern.

In Sachsen haben mehr Kinder und Jugendliche Hilfe durch die Jugendämter erhalten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz wurden 63.210 Kinder und Jugendliche im Jahr 2024 mit erzieherischen Hilfen und Eingliederungshilfen bei drohender seelischer Behinderung unterstützt. Das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Knapp 20 Prozent der Betroffenen waren jünger als sechs Jahre, heißt es weiter. Sachsenweit hat den Zahlen zufolge im Jahr 2024 fast jedes zehnte Kind unter 18 Jahren Erziehungshilfe in Anspruch genommen (neun Prozent). 

Sogenannte "Hilfe zur Erziehung" wird nach dem Sozialen Gesetzbuch geleistet, wenn das Wohl eines Kindes oder eines Jugendlichen gefährdet ist und umfasst Erziehungsberatung und therapeutische Leistungen bis hin zur Unterbringung in Heimen oder Pflegefamilien. Häufigster Grund für die Hilfen in Sachsen waren demnach familiäre Konflikte oder "eingeschränkte Erziehungskompetenz" der Eltern. In knapp der Hälfte der Fälle in Sachsen ging es den Zahlen zufolge um Erziehungsberatungen. Meist haben Soziale Dienste das Eingreifen der Jugendämter angeregt.