US-Krieg gegen Iran: Angriffe auf Dubai – Die Luxuswelt steht in Flammen
Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Das iranische Regime schießt mit Raketen um sich und trifft dabei auch touristische Hotspots wie Dubai oder Doha. Warum aber werden besonders die kleinen Golfstaaten ins Visier genommen? Viele von ihnen wollten eigentlich nur dem Winterwetter in Deutschland entfliehen. Einige buchten eine Kreuzfahrt, andere flogen zum Umstieg über die Flughafendrehkreuze in Katar oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wiederum andere planten einen Strandurlaub am Golf. Nun sitzen zahlreiche Touristen plötzlich in einem Kriegsgebiet fest, auch aus Deutschland. Statt Musik ertönen Sirenen – Raketenalarm. Seit Samstagmorgen greifen die USA und Israel den Iran an. Das iranische Regime reagierte mit Drohnen- und Raketenangriffen auf die Staaten, in denen die USA Militärbasen betreiben. Israel, Saudi-Arabien , Katar, Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Jordanien , Irak. In all diesen Ländern griff Teheran Ziele an. Besonders betroffen: Dubai , die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Deutsche Touristin berichtet aus Dubai : "Vor ein paar Minuten gab es einen lauten Knall" USA und Israel greifen Iran an: Deutschland spricht die Wahrheit nicht aus Obwohl der Nahe Osten eine unsichere Region sein kann, galten die Vereinigten Arabischen Emirate bislang als ausgesprochen sicher. Warum trifft es ausgerechnet Dubai? Ein Grund dafür ist simpel. Die Menschen in Dubai haben das Pech, in unmittelbarer geografischer Nähe zum Iran zu leben. Das iranische Regime möchte Chaos in der Region säen und ist in seinen Möglichkeiten technisch beschränkt. Das sind vor allem schlechte Nachrichten für die direkten Nachbarn des Iran in der Golfregion. Teheran setzt auf Chaos-Strategie Das iranische Regime hatte in den vergangenen Wochen angekündigt, dass es im Falle eines Angriffs der USA die Stützpunkte und Verbündete in der Region angreifen würde. Der Krieg wäre ein regionaler Krieg, hatte der am Samstag getötete Oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, gesagt. Den USA und Israel gelang zwar ein schneller Schlag gegen die iranische Führung, Chamenei ist nicht mehr am Leben. Die iranischen Angriffe auf US-Verbündete gab es trotzdem. Dass der Iran die US-Militärstützpunkte attackiert, liegt daran, dass sie verhältnismäßig leichte Ziele sind, da sie unbeweglich sind. Amerikanische Kampfflugzeuge, Drohnen oder Kriegsschiffe kann die iranische Flugabwehr kaum bekämpfen. Allerdings sind auch die US-Basen gut geschützt. Lediglich in Bahrain gelang es dem Iran, einen Teil des Hauptquartiers der 5. US-Flotte mit einer Drohne zu zerstören. Newsblog: Alle Entwicklungen zum Angriff auf den Iran Kolumne zum Krieg in Nahost: Haben die Mullahs schon verloren? Das vorrangige Ziel des iranischen Regimes ist aber nicht ein militärischer Sieg gegen die USA und Israel – das ist unrealistisch. Die Mullahs möchten Chaos stiften, den wirtschaftlichen Preis für die Amerikaner und gesamte Welt hochtreiben, damit US-Präsident Donald Trump am Ende womöglich doch von einem Regimewechsel in Teheran absieht. Mehr dazu lesen Sie hier . Deshalb schließen sie die Straße von Hormus, die für den globalen Rohstoffhandel auf dem Seeweg sehr wichtig ist . Deswegen nehmen sie auch zunehmend Ziele wie Dubai ins Visier. Wut auf iranisches Regime wächst Der iranische Drohnen- und Raketenterror richtet sich zunehmend nicht gegen zivile Infrastruktur. In Dubai traf am Samstag eine Rakete die Luxus-Insel "The Palm" . Dort leben und investieren Stars aus aller Welt – auch Deutsche. Am Sonntag gab es Einschläge im Luxushotel Burj al Arab . Es gab außerdem Berichte über Angriffe in der Nähe des Zayed International Airport. Zudem entgingen auch viele deutsche Touristen nur knapp einer Katastrophe, als am Sonntagnachmittag iranische Raketen vor Dubai das Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 4" nur knapp verfehlten und ins Wasser einschlugen . Eigentlich existiert keine besondere Feindschaft zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der Vergangenheit gab es zwischen beiden Staaten regelmäßige politische Konsultationen und gemeinsame wirtschaftliche Initiativen. Aber es sind nur etwa 130 Kilometer von Dubai zum iranischen Festland – und das wird für die Vereinigten Arabischen Emirate zum Problem. Zum Vergleich: Die iranischen "Shahed-107"-Drohnen sollen eine Reichweite von 300 Kilometern haben. Die Kurzstreckenraketen der Familie "Fateh-110" sollen Ziele in einer Entfernung von bis zu 700 Kilometern bekämpfen können. Allgemein sollen im iranischen Arsenal deutlich mehr Kurz- als Mittelstreckenraketen sein, und die Auswahl von Zielen ist dementsprechend eingeschränkt. Die iranischen Angriffe auf Städte wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha sind also eher ein Akt der Verzweiflung – und sie bleiben nicht folgenlos. Mit jeder Rakete, die ein ziviles Gebiet einschlägt, wächst die Wut auf das iranische Regime – in der Golfregion und in der muslimischen Welt. Das Chaos könnte somit am Ende nicht die USA unter Druck setzen, sondern Trump in die Karten spielen.
