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21 Kinder – und kein bisschen leise

Bericht von Jan Nagel

In den letzten fünf Tagen geschah in Lugau Erstaunliches:
21 Kinder ließen sich freiwillig in ein Trainingslager des Ringervereins sperren – und kamen sogar freiwillig wieder heraus. Das allein verdient schon Applaus – und zwar im Stehen, sofern die Beine nach dem Training noch standen.

Doch was wurde dort eigentlich getrieben?
Nun, man rang – selbstverständlich. Aber nicht nur miteinander, sondern auch mit der eigenen Ausdauer, der Schnelligkeit und so mancher motorischen Herausforderung. Es wurde gesprungen, gelaufen, gerobbt und vermutlich auch gekeucht. Kurz gesagt: Alles, was Beine hat, wurde bewegt – und manches, was keine hatte, wahrscheinlich hinterhergezogen.

Die motorischen Fähigkeiten wurden geschult, was bedeutet, dass Arme und Beine nun besser wissen, was sie wann zu tun haben. Die Ausdauer wurde trainiert, sodass man jetzt nicht nur bis zur Tür, sondern vielleicht sogar bis zum Bäcker durchhält. Und die Schnelligkeit? Nun, wer vorher langsam war, ist jetzt immerhin schnell entschlossen.

Bevor jedoch das Hallenbad unsicher gemacht wurde, kam es zu einem besonderen Ereignis: einer öffentlichen Trainingseinheit. Dort konnten interessierte Zuschauer bestaunen, wie 21 junge Ringer gleichzeitig schwitzen, kämpfen und dabei erstaunlich fröhlich aussehen. Es wurde demonstriert, gegriffen, geworfen – selbstverständlich nur im sportlichen Sinne. Und wer zusah, merkte schnell: Hier wird nicht nur gerungen, hier wird mit Herz gerungen.

Erst danach ging es ins Schwimmbad. Dort wurde geplanscht, geschwommen und festgestellt, dass Wasser tatsächlich flächendeckend feucht ist. Auch hier wurde die Ausdauer weiter gestärkt – vor allem beim Versuch, schneller zu schwimmen als der Nebenmann oder zumindest nicht langsamer auszusehen.

Doch ein Trainingslager besteht nicht nur aus Muskelkraft, sondern auch aus Teamgeist. Deshalb wurden allerlei Maßnahmen zum Teambuilding ergriffen. Man spielte gemeinsam, man schwitzte gemeinsam, man hielt durch – gemeinsam. Und wenn einer umfiel, halfen die anderen beim Aufstehen. So wächst eine Mannschaft zusammen – nicht nur in die Breite, sondern auch im Herzen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls in bewundernswerter Weise gesorgt: Jeden Tag gab es selbstgekochtes Mittagessen. Und selbst gekocht heißt hier: mit Liebe, mit Geduld und vermutlich mit sehr großen Töpfen. Nach so viel Bewegung schmeckt bekanntlich alles hervorragend – besonders, wenn es nicht erst noch gefangen werden muss.

An dieser Stelle gilt ein ganz besonderer Dank all den fleißigen Helferinnen und Helfern, die dieses Trainingslager überhaupt möglich gemacht haben. Durch das Zubereiten von Speisen, das Bereitstellen von Essen und Getränken und unermüdlichen Einsatz im Hintergrund sorgten sie dafür, dass niemand hungrig ringen musste – was vermutlich sonst ganz andere Kämpfe zur Folge gehabt hätte. Ohne sie wäre das Trainingslager nur halb so nahrhaft und ganz bestimmt weniger herzlich gewesen.

Der krönende Abschluss war eine gemeinsame Übernachtung. Man munkelt, dass weniger geschlafen als geflüstert wurde. Doch genau das gehört dazu, wenn 21 junge Ringer beweisen wollen, dass sie nicht nur stark, sondern auch ausgesprochen mitteilungsfreudig sind.

So endeten fünf Tage voller Bewegung, Gemeinschaft und guter Laune. Und eines ist sicher: Nach diesem Trainingslager sind die Kinder nicht nur kräftiger – sondern auch um viele Erinnerungen reicher. Und das ganz ohne Ringrichter – aber mit ganz viel Applaus. [See image gallery at ringen-lugau.de]

Der Beitrag 21 Kinder – und kein bisschen leise erschien zuerst auf Ringerverein 1908 Eichenkranz Lugau e.V..