Pepco: Discounter übersteht Insolvenz – aber mit deutlichen Einschnitten
Die Deutschlandtochter der Pepco Group steht wieder auf eigenen Beinen. Doch fast jede zweite Filiale ist verschwunden. Im Juli 2025 hatte die Deutschlandtochter der Non-Food-Discounter-Kette Pepco in Berlin Insolvenz angemeldet und ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das ist nun erfolgreich beendet, wie der Konzern mitteilte. Pepco ist erst seit 2022 in Deutschland angesiedelt. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Insolvenz hatte Pepco nach eigenen Angaben 64 Filialen, meist in Ostdeutschland, betrieben. Busse und Bahnen stehen still: Verdi streikt in Hessen Bosch gibt Standort auf: 560 Jobs betroffen Gesundgeschrumpft: Pepco beendet Insolvenzverfahren Nachdem Pepco im Juli vergangenen Jahres mitgeteilt hatte, alle Geschäfte offen lassen zu wollen, wurden im Zuge der Restrukturierung 28 der 64 Pepco-Filialen bis Ende Januar 2026 geschlossen. Von den zuvor etwa 500 Mitarbeitern wurden 150 entlassen. Pepco vertreibt niedrigpreisige Kleidung, Spielzeug, Wohnzubehör und Kosmetik. Damit konkurriert die Kette vor allem mit Woolworth, Action und Tedi, letztere sind zuletzt stark expandiert. Auch bestellen Kunden zunehmend im Internet bei außereuropäischen Billiganbietern wie Shein und Temu. Der für die deutsche Pepco-Tochter zuständige Sanierungsgeschäftsführer, Christian Stoffler, wird sein Mandat nun niederlegen. Das Unternehmen zitiert den Münchner Anwalt: "Pepco Germany ist ein Musterbeispiel für eine schnelle und effektive Sanierung in Eigenverwaltung". In nur einem halben Jahr habe man das Filialgeschäft in Deutschland auf eine profitable und aussichtsreiche Basis gestellt. Die Geschäftsführung des jetzt deutlich kleineren Unternehmens Pepco Germany GmbH besteht künftig aus Daniel Blaumann, Jorge Gervasi als COO für Westeuropa und Lubica Poláková. Die Muttergesellschaft Pepco Group hat in 18 europäischen Ländern etwa 4.000 Standorte und über 31.000 Beschäftigte. 2004 wurden die ersten Filialen in Polen eröffnet.
