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Renoir: Mit angebundenen Pinseln malt er gegen den Schmerz

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In diesem Zeitzeichen erzählt Laura Dresch:
  • wie ein Schneidersohn aus Limoges zu einem der berühmtesten Maler Frankreichs wird,
  • warum ein Mangel an schwarzer Farbe den Impressionismus mitprägt,
  • und wieso Renoir trotz schwerer Krankheit bis zuletzt Bilder voller Lebensfreude malt.

Am 25. Februar 1841 wird Pierre-Auguste Renoir geboren. Seine Eltern sind Schneider, die Familie lebt bescheiden. Als Teenager arbeitet er zunächst als Porzellanmaler, lernt präzises Handwerk, bevor er an der Kunsthochschule seine Leidenschaft entdeckt. In Paris erlebt er eine Stadt im Umbruch: neue Boulevards, ein wachsendes Bürgertum, ein neues Lebensgefühl.

Mit Freunden wie Claude Monet malt Renoir draußen in der Natur. Statt strenger Linien setzt er auf helle Farben und flüchtige Eindrücke. So entsteht der Impressionismus, zunächst verspottet, später weltberühmt. Renoir zeigt vor allem das schöne Leben: tanzende Paare, elegante Frauen, Menschen im Grünen.

Doch im Alter macht ihm rheumatische Arthritis schwer zu schaffen. Er sitzt im Rollstuhl, lässt sich die Pinsel an die Hände binden, und malt weiter. Bis zu seinem Tod 1919 bleibt ihm die Kunst Trost und Lebenselixier. Oder, wie er selbst sagt: Der Schmerz vergeht, die Schönheit bleibt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Markus Stegmann, Kunsthistoriker und Direktor des Museum Langmatt, Baden, Schweiz
  • Julius Meier-Graefe: Auguste Renoir, 1920.
  • Alexander Eiling: Renoir. Rococo Revival, 2022.
  • Barbara Schaefer (Hg.): Paris 1863 · 1874: Revolution in der Kunst. Vom Salon zum Impressionismus, 2024.
  • Barbara Schaefer: Meisterwerke des Impressionismus. Meisterwerke aus der Sammlung Langmatt, 2025.

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Laura Dresch
Redaktion: David Rother ]]>