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"Das Millionenschnitzel": Auf der Suche nach der perfekten Panade

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Im sechsten Film der Schnitzel-Reihe mit Armin Rohde und Ludger Pistor wird Wolfgang Krettek (Pistor) unverhofft noch einmal Vater. Freuen kann er sich darüber aber nicht, denn seine Tochter (Purnima Grätz) ist bereits 15 und fordert Schweigegeld. Helfen soll die Teilnahme an einer Gründershow.

Fans der "Schnitzel"-Reihe im Ersten brauchten schon immer einen langen Atem: In der Regel vergehen drei Jahre, bis ein neuer Film mit Armin Rohde und Ludger Pistor in den Hauptrollen erscheint. "Das Weihnachtsschnitzel" lockte im Dezember 2022 insgesamt 4,72 Millionen Menschen vor die Fernsehbildschirme und erzielte so den bisher höchsten Gesamtmarktanteil der Reihe von 17,9 Prozent. Etwas mehr als drei Jahre später kommt mit "Das Millionenschnitzel" (Regie: Wolfgang Murnberger, Buch: Gabriele Graf und Katja Kittendorf) nun der sechste Film ins Erste.

Nach dem Ende ihrer Schnitzelbude ist das Geld bei Wolfgang Krettek (Ludger Pistor) und Günther Kuballa (Armin Rohde) knapp. Ein neuer Job muss her, doch das ist gar nicht so einfach: "Sag mal, kann es sein, dass uns die Akademiker selbst in der Rente noch die Jobs wegnehmen?", klagt Günther nach einem missglückten Vorstellungsgespräch als Vertreter für eine Schlafmaske: "Um so was hier zu verkaufen, da brauchst du doch kein Abitur! Ich dachte, wir hätten Fachkräftemangel." – "Wir sind eben keine Fachkräfte", entgegnet Wolfgang: "Erfolg ist nicht in unserer DNA!"

Eine Samenspende wird nach 30 Jahren zum Problem

Doch Günther will nicht aufgeben: "K&K-Panade für zu Hause abgepackt", präsentiert er seine neue Geschäftsidee. Wolfgang lehnt ab, doch eine junge Frau (Purnima Grätz, "Die Schule der magischen Tiere") zwingt ihn, seine Haltung noch einmal zu überdenken: "Hi, ich bin Tida, deine Tochter." Vor 30 Jahren, so beichtet Wolfgang seinem Kumpel, sei er zur Samenspende gegangen, um den Ehering für seine heutige Frau Karin (Therese Hämer) zu finanzieren. Karin weiß davon bis heute nichts und genau das wird Wolfgang nun zum Verhängnis: Tida erpresst ihn. Binnen einer Woche will sie 5.000 Euro, andernfalls erzählt sie Karin alles.

Um das Geld zu beschaffen, willigt Wolfgang in Günthers waghalsigen Plan ein. Gemeinsam wollen sie ihre Panade in der populären TV-Gründer-Show "Arena" präsentieren. Doch um die strengen Wettbewerbsvorgaben zu erfüllen, müssen sie sich zuerst mit Lebensmittelchemie auseinandersetzen. Helfen soll ihnen dabei ausgerechnet die Schulschwänzerin Tida ...

Komik trifft auf Alltagssorgen

Wie die fünf Vorgänger-Filme erfüllt auch "Das Millionenschnitzel" die Erwartungen des TV-Publikums: Die Komik liegt weniger im Slapstick als in den leisen Momenten, gepaart mit Ruhrpott-Charme. Etwa wenn sich Karin mit angestrengter Mine im Wohnzimmer beim Yoga verbiegt, während Wolfgang und Günther in der Küche verzweifelt die KI befragen: "Hör ma, wie macht man Parmesan haltbar? Für die Knusprigkeit, chemisch." Der Vorschlag "Sie könnten Parmesan frittieren" entspricht jedoch nicht den Erwartungen: "Boah, dat ham wer doch versucht! Jetzt werd ich die Sauerei in der Küche nicht mehr los!" Während die Männer zunehmend verzweifeln, verbiegt sich Karin im Wohnzimmer weiter.

Nebenbei werden außerdem einige Alltagssorgen angeschnitten, ohne den Film damit zu überfrachten. So träumt Pflegerin Karin von der Teilzeit, während sich Günther über die steigenden Lebenshaltungskosten beschwert. Am Ende bleibt zu hoffen, dass die Reihe in zwei bis drei Jahren abermals fortgesetzt wird.

Das Millionenschnitzel – Fr. 27.02. – ARD: 20.15 Uhr