E-Auto-Kaufprämie: Elektroauto-Förderung reicht nicht für alle
Das Interesse an der neuen E-Auto-Prämie ist riesig, doch das Geld im Fördertopf ist begrenzt. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Zehntausende Autofahrer wollen zugreifen. Für viele wird jedoch kein Cent übrig bleiben. Der Staat verteilt Geld, doch die Kassen könnten sich schneller leeren als gedacht. Das Marktforschungsinstitut Puls hat Autofahrer nach ihren Plänen gefragt. Die Zahlen lassen aufhorchen: Gut drei Prozent der Halter möchten die Prämie definitiv in Anspruch nehmen. Jeder Fünfte rechnet zwar noch, hat die Prämie aber ebenfalls fest im Blick. Der Fördertopf reicht nicht für alle Hochgerechnet auf den deutschen Markt bedeutet das: Rund eine Million Autofahrer fassen den Kauf eines geförderten Wagens konkret ins Auge. Doch der Staat deckelt das Budget auf drei Milliarden Euro. Diese Summe reicht lediglich für etwa 800.000 Fahrzeuge. Damit droht 200.000 Interessenten eine Enttäuschung, wenn sie bei der Antragstellung zu lange warten. Für die Empfänger der Kaufprämie haben Experten übrigens einen wichtigen Rat: Behalten Sie das Geld auf gar keinen Fall. Der Grund dafür ist allerdings viel besser, als es zunächst scheint. Fehlanreize: Die falsche Zielgruppe schlägt zu Das Institut warnt zudem vor einem Effekt, der am eigentlichen Ziel vorbeigeht. Besonders offen für die Prämie sind derzeit Halter, die bereits ein junges Elektro- oder Hybridfahrzeug besitzen. Dabei soll die Förderung eigentlich den Umstieg vom Verbrenner auf den Stromer beschleunigen. Gefahr für Gebrauchtwagenpreise Ein weiteres Problem trifft alle, die bereits ein E-Auto besitzen: Experten befürchten, dass die Zuschüsse für Neuwagen die Preise auf dem Gebrauchtmarkt weiter drücken. Wer sein altes Elektrofahrzeug verkaufen möchte, muss sich auf sinkende Restwerte einstellen.
