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Frankreich: Rauchbomben unter Sitzen bei Zweitliga-Derby gefunden

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In einem Spiel der zweiten französischen Fußballliga kam es zu ganz üblen Szenen. Die Fanlager beider Mannschaften sind sich feindselig – und so verhielten sie sich auch. Rauch auf dem Rasen, Spielunterbrechungen und ein torloses Remis: Das Ligue-2-Duell zwischen Nancy und Grenoble im Stade Marcel Picot ist am Freitagabend von Ausschreitungen überschattet worden. Sportlich geriet die Partie in den Hintergrund. Zweimal musste das Spiel unterbrochen werden, nachdem Leuchtraketen auf dem Spielfeld gelandet waren. Kurz nach der Stundenmarke schickte Schiedsrichter Mikael Lesage beide Teams in die Kabinen, weil von einer Tribüne erneut Pyrotechnik geworfen worden war. Rund 40 Minuten später wurde die Partie fortgesetzt. Der Stadionsprecher kündigte an, dass weitere Zwischenfälle zum Abbruch führen könnten. Sprengsätze wurden unter den Sitzen platziert Laut "Le Dauphiné Libéré" war der Ultrablock von Grenoble schon vor dem Anpfiff manipuliert worden. Die Behörden hatten das Spiel aufgrund langjähriger Feindseligkeiten im Zusammenhang mit gestohlenen Bannern besonders im Blick. Grenoble-Fans durften anreisen, ihre Busse wurden zum Stadion eskortiert, um Ausschreitungen zu verhindern. Dennoch kam es bereits vor dem Anpfiff zu einem Austausch von Leuchtraketen und Glasflaschen zwischen beiden Lagern. Die Polizei griff ein. Die Leuchtraketen wurden im Fanblock der Grenoble-Ultras gezündet. Dem Bericht zufolge sollen sich Nancy-Anhänger vor dem Spiel Zugang zu diesem Bereich verschafft, Rauchtöpfe unter Sitzen deponiert und per Fernzündung ausgelöst haben. Die roten Leuchtraketen entsprachen nicht den Farben der Gäste. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Sportlich blieb das Spiel ohne Sieger. Nancy konnte eine Überzahl in den letzten 20 Minuten nicht nutzen, um die Defensive von Grenoble zu überwinden. Die Lothringer stehen mit 26 Punkten auf Rang 14, zwei Plätze hinter den Gästen, die 28 Zähler aufweisen.