Irankrise: Weltgrößter Flugzeugträger im Mittelmeer angekommen
Der amerikanische Aufmarsch im Nahen Osten wächst weiter an. Jetzt ist auch ein zweiter Flugzeugträger kurz vor Ankunft in der Region. Die USS "Gerald R. Ford" hat zusammen mit ihrem Flottenverband das Mittelmeer erreicht und ist damit nahe der Krisenregion im Nahen Osten. Der größte Flugzeugträger der Welt wird begleitet von der USS "Mahan", einem mit Raketen ausgestatteten Zerstörer. Augenzeugen sahen die amerikanischen Kriegsschiffe beim Passieren der Meerenge von Gibraltar. Ein P-8-Poseidon-Flugzeug, das den Verband aus der Luft schützt, wurde ebenfalls beobachtet. Während der Durchfahrt soll auch die spanische Fregatte "Santa Maria" gesehen worden sein. Mit Blick auf die Atomverhandlungen mit Teheran erklärte US-Präsident Donald Trump zuvor, er erwäge einen "begrenzten Militärschlag" auf den Iran , falls es zu keiner Einigung kommen sollte. Er riet am Freitag (Ortszeit) erneut den Mullahs, über Verhandlungen nachzudenken. Zuvor hatte er Teheran eine Frist vonm 10 bis 15 Tagen gesetzt. Die "Gerald R. Ford" ist der zweite Flugzeugträger, den US-Präsident Donald Trump für einen möglichen Konflikt mit dem Iran in Position bringt. Er war zuvor in der Karibik im Einsatz und unter anderem an den Schlägen gegen Venezuela beteiligt. Das Schiff ist mit einem Atomreaktor ausgestattet und kann mehr als 75 Flugzeuge mit sich führen. Es ist 337 Meter lang, bis zu 4.550 Soldaten sind dort untergebracht. Zum Verband gehören neben der "Mahan" auch die mit Lenkwaffen ausgestatteten Zerstörer "Bainbridge" und "Winston S. Churchill". Iran-Newsblog: Alle aktuellen Meldungen Aufmarsch im Nahen Osten: Trump steht vor seiner größten Entscheidung Viele Flugzeuge bereits in die Region verlegt Zuvor hatte sich der Verband des Flugzeugträgers Abraham Lincoln auf den Weg in den Nahen Osten gemacht und ist dort mittlerweile angekommen. Außerdem haben die USA einen Großteil ihrer Awacs-Überwachungsflugzeuge in die Region verlegt . Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" haben die USA so viel Militärmaterial wie zuletzt für den Irakkrieg 2003 in den Nahen Osten gebracht. In den vergangenen Tagen haben die USA laut Flugverfolgungsdaten und Recherchen der Zeitung weitere hochmoderne F-35- und F-22-Kampfflugzeuge geschickt. In den vergangenen Wochen wurden wichtige Luftabwehrsysteme in der Region stationiert. Frachtflugzeuge auf den Azoren Laut einem Bericht der Militärfachseite "The War Zone" zeigen Satellitenbilder auf der Muwaffaq Salti Air Base in Jordanien 18 F-15E Strike Eagles, 18 F-35A Lightning II Stealth-Kampfflugzeuge, 12 F-16 Fighting Falcons, sechs EA-18G Growler-Jets für elektronische Kriegsführung und zwei MQ-9 Reaper-Drohnen. Nicht dazu geählt sind Flugzeuge, die sich in Hangars oder unter einem Verdeck befinden. Auch auf dem Flugplatz Lajes auf den Azoren ist dem Bericht nach ein starker Anstieg zu verzeichnen. Dort wurden mindestens 11 KC-46 Pegasus-Luftbetankungsflugzeuge, 12 F-16 Fighting Falcons und ein C-17 Globemaster II-Frachtflugzeug gesehen. Die Tankflugzeuge auf dem Flugplatz der Insel sind ein wichtiger Bestandteil der Luftbrücke zwischen den USA, Europa und dem Nahen Osten, die den raschen Aufbau ermöglicht, den wir derzeit beobachten können.
