ru24.pro
World News in German
Февраль
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28

Olympia: Für drei Stunden sah es bei Lena Dürr nach einer Medaille aus

0
Lena Dürr zeigte im Riesenslalom im ersten Lauf eine fehlerfreie Leistung. Edelmetall verpasste sie nach dem zweiten Durchgang jedoch – und brach in Tränen aus. Aus Cortina d'Ampezzo berichtet Melanie Muschong Als Lena Dürr im Ziel ankam und auf die Anzeigetafel schaute, war pure Enttäuschung in ihrem Blick zu sehen. Dann sank das deutsche Ski-Ass in sich zusammen, nahm die Hände vor die Augen und beugte sich nach vorne. Dürr konnte ihre Tränen nicht zurückhalten und wurde von ihren Konkurrentinnen und späteren Silbermedaillengewinnerinnen Sara Hector und Thea Louise Stjernesund getröstet. Für drei Stunden, also nach dem ersten Lauf und vor dem Beginn des zweiten Laufs, lag Dürr auf dem zweiten Platz. Es sah so aus, als könnte sie eine Medaille gewinnen. Bis zur letzten Zwischenzeit im zweiten Lauf lag sie auf Edelmetallkurs. Doch am Ende entschieden zwei Fahrfehler – einer kurz vor der Ziellinie – darüber, dass es nur zum neunten Rang reichte. Federica Brignone: Sie hat das Unmögliche möglich gemacht Sven Hannawald zu Nachwuchsproblem: "Das kann es nicht sein" "Einfach unglaublich": Der Held der Olympischen Spiele Dürr hatte noch feuchte Augen, als sie in der Mixed Zone bei den Journalisten ankam und meinte dann sichtlich traurig: "Alles dabei heute wieder: von unglaublich, dass ich so Riesenslalom fahren kann an so einem Tag zu ich falle kurz vor dem Ziel wieder um im zweiten Durchgang und es reicht wieder ganz knapp nicht." "Stolz und Riesenenttäuschung in einem" Kurz vor der Zieleinfahrt hatte Dürr ihre Schwierigkeiten und landete so mit 0,19 Sekunden Rückstand abgeschlagen abseits des Podiums. "Stolz und Riesenenttäuschung in einem", meinte Dürr weiter. Sie habe gewusst, dass es auf die Stelle ankommt, aber "wenn man dahin kommt, ist es so ein kurzer Moment" und man bleibe dann hängen. Teamkollegin Emma Aicher erklärte, dass es einen an der Stelle abhebe, weil man mit Geschwindigkeit in den Zielsprung komme. Dürr meinte frustriert: "Schade." Der Siegerin, Federica Brignone, zollte sie ihren Respekt. Die Italienerin kämpfte sich nach einer schweren Verletzung zurück. Dürr lobte: "Sensationell. Wirklich, Hut ab. So zurückzukommen und so Ski zu fahren. " Auch Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin Aicher lobte die Doppel-Olympiasiegerin aus Italien auf Nachfrage von t-online: "Das ist so stark und so inspirierend. Ich gönne es ihr von Herzen."