"Platoon" mit Charlie Sheen: Der Kriegsfilm läuft am Sonntag im TV
Mit dem Kriegsfilm "Platoon" schuf Regisseur Oliver Stone 1986 einen Genre-Klassiker. Schauspieler Kevin Costner lehnte jedoch eine Rolle ab. Heute ist es kaum nachvollziehbar, warum Schauspieler wie Kevin Costner eine Rolle in Oliver Stones Drama ablehnten. "Platoon" gilt als einer der besten Anti-Kriegsfilme, war kommerziell erfolgreich und wird von Kritikern gefeiert. Costner hatte jedoch gute Gründe, die er später bereute. Darum geht es in "Platoon" Bereit, seinem Land zu dienen, meldet sich Student Chris Taylor (Charlie Sheen) für den Einsatz im Vietnamkrieg. Doch der Idealismus, der den jungen Mann zu seiner Entscheidung trieb, verliert in den Grausamkeiten des Kriegs schnell an Wirkung. An der Front ist kein Platz für das Gute, hier herrschen Gewalt und Brutalität. Während die Verluste steigen, entbrennt ein interner Kampf. Sergeant Barnes (Tom Berenger) und Sergeant Elias (Willem Dafoe) geraten aneinander. Als die Lage eskaliert, schwört Chris Rache. Wie sehenswert ist "Platoon"? Oliver Stones eigene Vietnam-Erfahrung verleiht dem Film Authentizität. Die intensive Atmosphäre und starke Inszenierung überzeugen 89 Prozent der Kritiker und 93 Prozent des Publikums auf der Bewertungsplattform "Rotten Tomatoes". Auf der Filmdatenbank "IMDb" erhält der Film 8,1 von 10 Punkten und zählt zu den bestbewerteten Filmen. "Platoon" läuft am Sonntag, 15. Februar 2026, um 22.05 Uhr auf Arte . Wer den Film im TV verpasst, kann ihn bei Netflix im Stream schauen. Noch kein passendes Netflix-Abo? Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und WOW zum Vorteilspreis in einem Abo . Klare Absage Laut Unterhaltungsmagazin "Entertainment Weekly" boten die Produzenten Kevin Costner die Rolle des Sergeant Barnes an. Er lehnte ab, da sein Bruder im Vietnamkrieg diente. Rückblickend bereut Costner die Entscheidung. Im Interview mit dem Online-Magazin "Far Out" sagte er: "Es ist die einzige Rolle, die ich bereue, abgelehnt zu haben. Mein Bruder Dan war Marine in Vietnam und hatte ein Problem mit Vietnam-Filmen, die Veteranen als durchgeknallte Typen darstellen. [...] Tatsächlich war "Platoon" aber realistisch und richtig. Aber meine Gedanken waren damals bei meinem Bruder." Eindeutige Stimmen Die Absage an "Platoon" erwies sich als doppelter Fehler für Costner. Stones' Anti-Kriegsfilm war sowohl finanziell als auch presseseitig ein enormer Erfolg. Laut dem Branchenportal "Box Office Mojo" spielte "Platoon" etwa 138,5 Millionen US-Dollar ein, bei einem Budget von nur 6 Millionen US-Dollar. Bei den Oscars 1987 gewann der Film in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie", "Bester Sound" und "Bester Schnitt" und erhielt vier weitere Nominierungen. Weitere Preise folgten auf der Berlinale 1987, bei den BAFTA Awards und den Golden Globes. Die gemeinnützige Organisation "American Film Institute" (AFC) listet "Platoon" im All-Time-Ranking "100 Years 100 Movies" auf Platz 83.
