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Olympia 2026: Riesch warnt Vonn vor Start mit Kreuzbandriss

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Die Olympiasiegerin bezeichnet Vonns geplanten Olympia-Start nach dem Kreuzbandriss als hochriskant. Die 41-Jährige will trotzdem antreten – und könnte Geschichte schreiben. Ski-Olympiasiegerin Maria Riesch hat die US-Amerikanerin Lindsey Vonn eindringlich vor einem Start bei der olympischen Abfahrt in Cortina d'Ampezzo am Sonntag gewarnt. Die 41-Jährige war vergangenen Freitag beim Weltcup in Crans-Montana schwer gestürzt und hatte sich dabei einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen. Trotz der Verletzung will Vonn auf ihrer Lieblingsstrecke antreten. "Es ist ein Ritt auf Messers Schneide, was sie sich da in Cortina zumutet", sagte Riesch der "Rheinischen Post". Zwar sei Vonn topfit, habe nach eigenen Angaben keine Schmerzen und verfüge über ein gutes Stabilitätsgefühl sowie eine gute Muskulatur. "Aber es ist in einer Extremsituation das Kreuzband des linken Knies gerissen. Das ist sehr riskant", erklärte die 41-Jährige. Olympia: ZDF-Moderatorin Müller-Hohenstein spricht über Dahlmeier-Tod Vonn war bei ihrem Sturz in ein Fangnetz gerauscht und hatte sich neben dem Kreuzbandriss auch Knochenprellungen zugezogen. Mit Blick auf die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) zeigt sie sich dennoch zuversichtlich. Auch Starts im Super-G und in der Team-Kombination schließt sie nicht aus. Riesch: Vonn-Medaille wäre "absolute Sensation" Eine Medaille wäre nach Ansicht von Riesch "eine absolute Sensation". Die dreimalige Alpin-Olympiasiegerin verwies darauf, dass Vonn schon einmal versucht habe, mit einem Kreuzbandriss Rennen zu fahren, dann jedoch wegen Schmerzen bereits nach dem ersten Sprung ausgestiegen sei. Dass Vonn trotzdem um die Medaillen kämpfen will, kann Riesch nachvollziehen: "Sie sieht diese Chance, sonst würde sie nicht starten." Die US-Amerikanerin selbst sagte: "Ich weiß, meine Chancen sind nicht mehr so groß wie vorher. Aber solange es eine Chance gibt, werde ich es versuchen." Der Skirennsport sei gefährlich und sie gehe ans Limit. Riesch und Vonn waren während ihrer gemeinsamen aktiven Karriere zeitweise gut befreundet und Konkurrentinnen. Vonn war im Dezember 2024 unter großem Aufsehen in den Weltcup zurückgekehrt. Sie fährt inzwischen mit einer Teilprothese im rechten Knie. In der laufenden Saison zeigte sie sich bislang in Topform und fuhr zu zwei Siegen sowie fünf weiteren Podestplätzen. In Cortina ist zum Abschluss ihrer Karriere eine weitere Olympia-Medaille nach Abfahrts-Gold 2010 das große Ziel. Mit Blick auf die deutschen Medaillenaussichten hob Riesch vor allem Emma Aicher hervor. Die 22-Jährige sei "deutlich besser aufgestellt" als andere DSV-Starter. Aicher zeichne "jugendliche Unbeschwertheit" aus, zudem sei sie bislang verletzungsfrei. Riesch lobte vor allem das Gefühl und das Tempo der zweimaligen Saisonsiegerin. Aicher fahre "unscheinbar", wirke nicht spektakulär, erreiche aber "einen wahnsinnigen Speed". Eine Medaille traue sie ihr "auf jeden Fall" zu.