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Realistischer Transfervorschlag: Wie wär’s eigentlich mit …

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Eigentlich wollen Pérez und Co. nicht erneut ins Mittelfeld inestieren, daher kommt hier ein Kompromissvorschlag – Foto: getty images

Haaland oder Vitinha? Nein, jemand realistisches, bitte!

Seit einigen Tagen geht mir ein Name immer wieder durch den Kopf. Ein Name, der bei Real Madrid natürlich nicht alle, aber einige sportlichen Probleme lösen könnte. Und der tatsächlich auch realistisch ist aufgrund seiner Situation – nicht so wie die vielen Haaland- und Vitinha-Wünsche. Denn bei City oder PSG brauchen die königlichen Verantwortlichen nicht nur gar nicht erst anfragen, die genannten Spieler würden nur bedingt in die Transferprofile passen, die sich in den letzten Jahren klar herauskristallisierten: entweder junge, teure Talente (Vini, Camavinga, Tchouaméni, Bellingham, Güler, Mastantuono, Endrick…) oder günstige Erfahrene (Rüdiger, Alaba, Trent…).

Also hier kommt er: mein realistischer (!) Wunschtransfer für Real Madrid! Aber gleich mit dem Namen in die Tür zu fallen, das wäre doch zu einfach, oder? Überlegt mal, was Real Madrid fehlt – ja, auch ein abgezockter Neuner, ein flinker Rechtsverteidiger. Aber vor allem auch sehr viel im Mittelfeld. Mein Kompromiss-Transfer bringt da einiges mit:

  • eine ordentliche Physis gegen den Ball (groß, stark, zweikampffreudig, konditionsreich)
  • er kann lange Abschläge vom Torwart nicht nur festmachen, sondern traut sich auch, diese per Kopf auf schnelle Stürmer weiterzuleiten
  • guter, erster Kontakt für Direktabnahmen
  • eine gewisse Pressingresistenz (Ruhe durch Erfahrung)
  • er könnte sowohl auf der Sechs als auch der Acht spielen und mit einem Nebenmann im Spiel immer wieder rotieren, speziell weil es an vermeintlichen Zehnern (Güler, Bellingham, Brahim, teilweise Mbappé, möglicherweise Nico Paz…) wohl nicht mangeln wird
  • bei Reals sich außerhalb des Strafraums aufhaltenden Stürmern könnte er als Box-to-Box-Lösung auch im Strafraum für Präsenz sorgen, und das nicht nur bei Standards
  • auch psychisch bringt er nicht nur Trainingseifer und generell viel Disziplin mit, sondern ist keine Diva, die im Mittelpunkt stehen will mit Top-Verdiener-Status, sondern ordnet sich unter, bleibt auch in persönlich schwierigen Phasen ruhig, statt für Aufregung in der Presse zu sorgen, und er kann auf dem Platz als Leader vorangehen, Mitspieler anfeuern oder auch mal Druck machen
  • dazu kommt nicht nur internationale Erfahrung, sondern auch ein gewisses Standing, er ist also kein Talent mehr, sondern hat schon einige Titel gewonnen und trotzdem immer einen gewissen Hunger gezeigt, statt satt zu werden

Beim einen oder anderen Leser dürfte es jetzt schon Klick gemacht haben?! Ich rede nicht von einem Weltstar mit Followern im zweistelligen Millionenbereich, stattdessen ist er eher etwas genervt von seinem größten Follower… Kein Poser oder Dauer-Poster, sondern teilweise ein Pumper. Für den Trainer ein guter Soldat, auch wenn er zuletzt nicht immer zu 100 Prozent gesetzt war, vielleicht sogar ein paar schwierige Zeiten hinter sich hat. Wenn euch sein Nachname jetzt noch nicht anschreit wie von einem seiner Fans, dann wird euch vermutlich auch die Statistik nicht erhellen, dass er in seiner gesamten Profikarriere, also seit 2012, noch nie vom Platz gestellt wurde?

Ich rede von der Disziplin in Person, einem Mittelfeldarbeiter, aber auch -antreiber, einem Mann mit fast 100 Europapokal-Spielen. Und auch schon einem Henkelpokal in der ansonsten ebenfalls großen Sammlung! Aufgewachsen in einer rauen Arbeitergegend, um dann über München nach Madrid zu kommen, so wie einst Toni Kroos? Also: Warum nicht Leon Goretzka?!

Leon Goretzka … warum eigentlich nicht?!

So schreit es eben seit Tagen durch meinen Kopf: „GOOOREEEETZKA!“ Seit die Atlético-Verhandlungen auftauchten und schlussendlich (zum Glück, denn Simeone-Fußball hätte meiner Meinung nach nicht gepasst!) scheiterten. Und das auf 1. kommunikativ saubere, aber auch 2. loyale Art und Weise, da Goretzka eben seinen im Sommer auslaufenden Vertrag in München erfüllen will und wird (#GünstigerErfahrener).

Auch dafür steht der 30-jährige Bochumer, der am 6. Februar sogar 31 wird. Zu alt? Nicht Goretzka, der in den letzten zehn Jahren nur einmal mehr als zehn Spiele verletzungsbedingt zusehen musste. All das ist das Drumherum, jetzt fragt ihr euch: Wie er ins Mittelfeld passen soll? In Real Madrids prominent (aber nicht optimal) bestücktes Mittelfeld, wo Trainer teilweise lieber zwei Mittelfeldspieler in die Verteidigung stecken, damit alle Stars spielen können (und dann fehlen wieder Mittelfeld-Optionen auf der Bank)… Da würde es natürlich zu Veränderungen kommen, so sehe ich Aurélien Tchouaméni teilweise besser in der Innenverteidigung aufgehoben, da er 1. im Raum vor der Abwehr nicht immer optimalen Zugriff hat, 2. im Aufbauspiel eher statisch, langsam agiert und 3. in der gegnerischen Box selten durchzieht. Es geht auch nicht primär darum, was Goretzka besser machen könnte als Spieler A oder B, zumal er auch nicht unbedingt für kroos‘sche Seitenverlagerung bekannt ist, aber meiner Meinung nach:

  • könnte er sowohl energisch gegen physische Teams wie Atlético dagegenhalten in Luft und am Boden, aber auch gegen pressende Teams wie Barcelona das Mittelfeld gemeinsam mit anderen konditionsstarken Draufgängern eher dominieren und vor allem im Aufbau die Ruhe und Ordnung ausstrahlen, die in dieser immer noch jungen und oft verunsicherten Real-Truppe fehlt
  • wenn Mbappé und Vinícius immer wieder aus dem Strafraum rausrücken, könnte er in selbigen vorstoßen, auch bei hohen Bällen mit seinen 1,89 Metern (nur Huijsen und Rüdiger sind größere Feldspieler) eine gute Anspielstation darstellen
  • auch wenn er aktuell nicht die beste Saison seiner Karriere erlebt, wäre seine Bundesliga-Passquote von 92,8 Prozent in LaLiga noch der fünfthöchste Wert (unter Spielern ab 1.000 Minuten), in Madrid haben in dieser Saison durchschnittlich nur die Innenverteidiger Raúl Asencio (94,1) und Antonio Rüdiger (93,5) mehr (Sicherheits-?)Pässe an den Mann gebracht, ohnehin steht Goretzka für teils vertikale, wenn auch eher kurze statt weite Pässe
  • in anderen Statistiken wie Tacklings, Antizipationen, Klärungen und Fouls kann er ebenfalls mit einigen Madrilenen mithalten, also warum nicht eine Doppelsechs oder Doppelacht Goretzka-Valverde oder Goretzka-Bellingham – Hauptsache ein Powerhouse-Zentrum – und davor mal ein Zehner mit Dreiersturm oder eine Doppelspitze und zwei Außenspieler?
  • und da man jetzt schon mit ihm verhandeln könnte, würde ich ihm als intelligenten Typen zutrauen, die Sprache innerhalb eines halben Jahres ausreichend zu beherrschen

Ablösefrei, erfahren, hungrig, physisch und mehr

Reicht all das? Würde man diesen Namen jetzt Florentino Pérez und Co. vorschlagen wäre die erste Antwort vermutlich die gleiche, wie das, was Xabi Alonso hörte, als er im Sommer Martin Zubimendi vorgeschlagen haben soll: In den letzten Jahren wurden über 260 Millionen in vier Mittelfeldspieler gesteckt. Das stimmt, aber: Goretzka wäre (im Gegensatz zu Vitinha, Fabián Ruiz und Co.) ablösefrei – ein erfahrener Arbeiter mit der Ruhe aus 16 gewonnenen Titeln, statt ein teures Talent. Und nachdem der (meiner Meinung nach) größte Fehler von Pérez und Co. seit dem Makélélé-Abgang immer noch zeigt, dass man auch mit 40 noch fit und hungrig sein kann, würde auch in Goretzka noch viel stecken. Und wenn es nur Ehrgeiz und Intensität im Training sind, selbst das lassen die Blancos dieser Tage teilweise vermissen.

Also, liebe REAL TOTAL-Community, dieser Name wird durchs immer mehr drüber nachdenken immer lauter durch meinen Kopf geschrien. Ergeht es euch jetzt ähnlich und eine Goretzka-Verpflichtung könnte wirklich realistisch werden – oder bleibt sie doch nur ein Traum wie so viele? Schreibt es in die Kommentare!

Der Beitrag Realistischer Transfervorschlag: Wie wär’s eigentlich mit … erschien zuerst auf REAL TOTAL.