Köln: Autofahrer rund um Köln stehen noch mehr im Stau
Autofahrer müssen rund um Köln deutlich mehr Zeit im Stau verbringen. Das NRW-Autobahnnetz ist erneut das staureichste Deutschlands – mit erheblichen Folgen auch für den Kölner Verkehr. Den mit 28 Kilometern längsten Stau in NRW gab es im vergangenen Jahr am 8. April auf der A3 zwischen Mettmann und dem Kreuz Köln-Ost. Dieser traurige Rekord aus der aktuellen Staubilanz des ADAC für NRW zeigt bereits: Autofahrer im Raum Köln haben es nicht leicht. Insgesamt summierte sich die Länge der Staus in NRW laut aktueller Staubilanz auf den rund 2250 Kilometern Autobahn auf knapp 280.000 Kilometer Stau und rund 168.000 Staustunden – etwa acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das entspricht fast 7.000 Tagen Stillstand im Jahresverlauf. Der Kölner Autobahnring (A1/A3/A4) gehörte dabei laut ADAC zu den größten Stau-Hotspots im Land. Auf der A3 zwischen Köln und Oberhausen standen Autofahrer insgesamt am längsten im Stau, sowohl bei der kumulierten Dauer als auch bei der Staubelastung. Zu den fünf am stärksten belasteten Autobahnen zählen außerdem die A1, A4, A40 und A57 – allesamt zentrale Verkehrsachsen, die auch Pendler aus dem Kölner Umland stark nutzen. ADAC-Staubilanz: Aussichten für Köln in 2026 düster Auf dem Kölner Autobahnring (A1/A3/A4) sei die Staugefahr für das Jahr 2026 ebenfalls unverändert hoch, so der ADAC. Dazu würden mehrere Großbaustellen beitragen (u.a. Neubau zweiter Teil Leverkusener Brücke, Einschränkungen A4 Köln-Eifeltor, Umbau Dreieck Heumar A3/A4/A59). Im Raum Bonn verursachen unter anderem Maßnahmen auf der A565 (Friedrich-Ebert-Brücke, Endenicher Ei) und A59 (Dreieck Köln-Porz - Dreieck St. Augustin, Kreuz Bonn-Ost - Bonn-Pützchen) Verzögerungen. Hinzu kommen alleine im Rheinland bis Ende 2026 rund 30 Großbaustellen bei der Bahn, darunter die beiden Generalsanierungen der Pendlerstrecken Köln-Wuppertal-Hagen und Troisdorf-Koblenz mit monatelangen Sperrungen. Ein Teil der Bahnpendler wird während der Sperrung auf das Auto umsteigen.
