ADAC: A4 bei Aachen gehört zu den staureichsten Autobahnen in Deutschland
Pendler auf der A4 zwischen Aachen und Köln standen 2025 besonders oft im Stau. Auch A1, A3, A40 und A57 meldeten lange Verzögerungen. Die A4 zwischen Aachen und Köln zählte 2025 zu den staureichsten Autobahnen Deutschlands. 99 Staustunden je Autobahnkilometer verzeichnete die Autobahn laut Zahlen des ADAC. Auch andere NRW-Autobahnen waren stark belastet: für die A1 Münster–Dortmund–Köln–Euskirchen, die A3 Köln–Oberhausen, die A40 Duisburg–Essen und die A57 wurden hohe Staubelastungen gemeldet. Nordrhein-Westfalen bleibt bundesweit das Stauland Nummer eins: Insgesamt fast 7000 Tage standen Reisende im vergangenen Jahr hier im Stau oder stockenden Verkehr. Die Gesamtdauer aller Verkehrsstörungen summierte sich auf knapp 168.000 Stunden, rund acht Prozent mehr als 2024. Auch die Gesamtlänge der Staus stieg leicht auf fast 280.000 Kilometer. Die Staubelastung – die Kombination aus Dauer und Länge eines Staus – erreichte 737.000 Kilometer mal Stunden. Besonders stark betroffen war die A3 zwischen Köln und Oberhausen, hier registrierte der ADAC 12.424 Stunden im Stau und eine Staubelastung von 77.178 Kilometer mal Stunden. Zahlreiche Baustellen: 2026 keine Besserung in Sicht Die stauintensivsten Tage lagen 2025 auf Mittwochen, etwa am 28. Mai vor Christi Himmelfahrt, gefolgt vom Donnerstag vor dem Tag der Deutschen Einheit und dem Mittwoch vor dem Tag der Arbeit. Die Spitzenzeiten lagen morgens zwischen 7 und 9 Uhr sowie nachmittags zwischen 15 und 18.30 Uhr. Montags war der Berufsverkehr etwas schwächer, am Freitag stauten sich Berufspendler, Freizeit- und Urlaubsverkehr gleichzeitig ab Mittag. Am Wochenende blieb die Verkehrslage entspannter. Für 2026 erwartet der ADAC keine Entspannung der Staulage in NRW. Die Verkehrsinfrastruktur bleibt stark sanierungsbedürftig, auf Straße und Schiene sind zahlreiche Baustellen geplant. Allein im Rheinland sollen bis Ende 2026 rund 30 Großbaustellen der Bahn stattfinden, darunter Generalsanierungen auf den Pendlerstrecken Köln–Wuppertal–Hagen und Troisdorf–Koblenz. Laut ADAC werden somit mehr Menschen ein Auto nutzen. ADAC fordert schnellere Bauarbeiten Der ADAC fordert in NRW unter anderem eine gesicherte Finanzierung für Sanierung und Ausbau, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, kürzere Bauzeiten beim Ersatz maroder Brücken sowie eine bessere Abstimmung von Bauarbeiten auf Straße und Schiene. Damit sollen Baustellen und Engpässe möglichst effizient umgesetzt werden. Die Stauwerte ermittelt der ADAC mithilfe von anonymisierten Positions- und Geschwindigkeitsdaten von Fahrzeugflotten, Navigationsgeräten und Smartphone-Apps („Floating Car Data“). Pro Tag werden durchschnittlich rund zwei Milliarden Datenpunkte ausgewertet, um Verkehrsstörungen in Echtzeit und über das Jahr hinweg zu berechnen.
