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Playmobil: Werk in Deutschland schließt – 350 Mitarbeiter betroffen

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Seit Anfang der 1970er-Jahre produziert die Firma Horst Brandstätter in Dietenhofen Playmobil-Figuren . Damit soll nun Schluss sein. Schock im bayerischen Dietenhofen für 350 Playmobil-Beschäftigte: Die Produktion an dem Standort im Landkreis Ansbach soll bis Ende Juni eingestellt und auf andere Werke verlagert werden. Das teilte die Mutterfirma Horst Brandstätter Group in einer Pressemitteilung mit. Wie es für die Beschäftigten nun weitergeht, ist völlig unklar. "In den vergangenen Jahren sind die Produktionskosten in Deutschland deutlich gestiegen", schreibt die Horst Brandstätter Group zur Begründung des Schritts. "Um die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Playmobil langfristig zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmensgruppe zu gewährleisten, wird die Fertigung samt Produktionsanlagen in den kommenden Monaten verlagert." Die Belegschaft sei bereits am Dienstag über die Verlagerung informiert worden. Gewerkschaft will um Playmobil-Standort kämpfen Weitere Produktionsstätten betreibt die Firma in Spanien , Tschechien und Malta . An welche Standorte die Produktion aus Dietenhofen verlagert werden soll, ließ die Firma offen. Erhalten bleiben soll in Dietenhofen die Produktion von Pflanzgefäßen unter der Marke Lechuza. Unverändert bleiben auch die bayerischen Standorte Herrieden für die Logistik sowie der Stammsitz in Zirndorf, wo Marketing und Produktorganisation der Marke Playmobil angesiedelt sind. Die Gewerkschaft IGBCE kritisierte die Entscheidung der Unternehmensführung scharf. "Die Verantwortung für jahrelanges Missmanagement soll nun erneut auf die Beschäftigten abgewälzt werden", sagte Gewerkschaftssekretär Maximilian Krippner dem Bayerischen Rundfunk. Die Entscheidung bedeute "nichts anderes als das Ende der Spielwarenproduktion am Standort Dietenhofen und damit das Ende der Playmobil-Produktion in Deutschland". Die Gewerkschaft und der Betriebsrat würden die Entscheidung "nicht ohne Widerstand zulassen", sagt Krippner.