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Wahl im März: Umfrage zur Landtagswahl: Interesse junger Wähler steigt

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Junge Erwachsene zeigen laut der Umfrage ein wachsendes Interesse an der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Noch wissen viele Menschen nicht, für wen sie stimmen sollen.

Gut sechs Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz steigt einer Umfrage zufolge das Interesse junger Wähler. Wie der repräsentative "Rheinland-Pfalz Report" des Ifak Instituts im Auftrag der Koblenzer "Rhein-Zeitung" und des privaten Radiosenders RPR1. ergab, sind 52 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sehr stark daran interessiert. Das sind neun Punkte mehr als bei der vorherigen Erhebung im November 2025. Über alle Altersgruppen hinweg liegt der Wert bei 54 Prozent.

Noch immer sind demnach viele Wählerinnen und Wähler unentschlossen, wem sie ihre Stimme geben sollen. Mit 23 Prozent Anteil sind sie die aktuell größte Wählergruppe, die in der Umfrage als eigener Block neben den Parteien betrachtet werden, anders als bei anderen Umfragen zur politischen Stimmung. 

AfD bei Wahlentschlossenen vorn

Die AfD liegt bei den bereits entschlossenen Wählern bei 18 Prozent, die SPD bei 16, die CDU bei 15 Prozent. Sobald sich Menschen aus der Gruppe der noch unentschlossenen Wähler festlegen, können sich diese Zahlen noch deutlich verschieben. Dahinter folgen Grüne (8 Prozent), Linke (5 Prozent) und Freie Wähler (4 Prozent). Das BSW erreicht 3 Prozent, die in der Ampel mitregierende FDP 2 Prozent.

In einer Umfrage des Wahlforschungsinstituts Infratest dimap für den SWR, bei der die Unentschlossenen anders betrachtet werden, war die CDU im Januar bei der Sonntagsfrage auf 29 Prozent der Stimmen gekommen. Dahinter folgen SPD (26 Prozent) und AfD (18 Prozent). Die Grünen kämen auf 10 Prozent, die Linke auf 6 Prozent. Alle anderen Parteien würden den Einzug in den Landtag wohl verpassen.

Vertiefung der Stadtbild-Debatte gewünscht

Der "Rheinland-Pfalz Report" von "Rhein-Zeitung" und RPR1. ergab außerdem, dass eine große Mehrheit die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestoßene Stadtbild-Debatte gerne vertiefen würde. 67 Prozent sagen demnach, man sollte mehr über das Thema sprechen. 61 Prozent meinen laut Umfrage, die Debatte zeige reale Probleme wie Kriminalität oder fehlende Integration auf. 43 Prozent halten die Aussagen für problematisch, weil sie Migranten pauschal für Probleme verantwortlich machten.

Die "Rhein-Zeitung" und der Sender RPR1. haben sich für den "Rheinland-Pfalz Report" zusammengetan, um erstmals umfassend Stimmung, Lebensqualität und politische Orientierung in Rheinland-Pfalz zu analysieren. Das Ifak Institut hat für die Umfrage zwischen dem 10. November Oktober und 18. Januar 1.053 deutschsprachige Menschen ab 16 Jahren in Rheinland-Pfalz online befragt, darunter zwei Prozent, die nicht wählen dürfen.