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NDR hisst US-Flagge in Grönland: So hoch war das Bußgeld für die Aktion

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Nach dem US-Flaggen-Eklat auf Grönland bleibt völlig offen, wie der NDR intern, wie öffentlich mit dem Vorfall weiter umgehen will. Immerhin: Die Höhe des Bußgeldes für den Satiriker ist jetzt bekannt. Der Kabarettist Maxi Schafroth und sein Team haben für ihre Satire-Aktion in der grönländischen Hauptstadt Nuuk umgerechnet 130 Euro Bußgeld bezahlen müssen. Das bestätigte eine NDR-Sprecherin t-online. Schafroth hatte am Mittwoch im Auftrag der Satire-Sendung "Extra 3" versucht, vor einem Kulturzentrum in Nuuk ein US-amerikanisches "Stars and Stripes"-Banner zu hissen. Erst der wütende Protest von Passanten und Mitarbeitern des Zentrums hatte ihn gestoppt. Der Vorfall, über den t-online als erstes deutsches Medium berichtet hat, hatte in Nuuk wie auch in Dänemark und Deutschland für Turbulenzen gesorgt. Unter anderem hatte sich die Bürgermeisterin der grönländischen Hauptstadt entrüstet geäußert. Die Aktion sei "schmerzhaft" für die "bereits verunsicherte Bevölkerung" Grönlands gewesen, die sich seit Wochen regelmäßig Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump ausgesetzt sieht. Produktionskosten bewegten sich im "üblichen Rahmen" Das dreiköpfige NDR-Team rund um Schafroth hat Grönland indessen verlassen, wie die Rundfunkanstalt auf t-online-Anfrage bestätigt. Man habe dort zwei Nächte verbracht. Der "satirische Film", der ursprünglich geplant war und in dessen Zentrum das Hissen der Flagge stehen sollte, könnte bei der Premiere der neuen "Extra 3"-Staffel am 5. Februar im NDR gezeigt werden. Ob das allerdings geschieht oder der Eklat im Rahmen der Sendung überhaupt thematisiert werden soll, ist noch unklar. "Die Folgen von 'Extra 3' entstehen immer aktuell", so die Sprecherin auf die entsprechende Frage von t-online. Was die fehlgeschlagene Satire-Produktion in Nuuk gekostet hat, ließ der NDR bislang unbeantwortet. Die Produktion bewege sich "im üblichen Kostenrahmen". Allein die Flug- und Unterbringungskosten dürften für drei Mitarbeiter des NDR mindestens eine hohe vierstellige Summe verschlungen haben. Schafroth will die Bedeutung der Aktion unterschätzt haben NDR-intern sollen der aufsehenerregende Vorfall und die heftigen Reaktionen darauf nachbesprochen werden: "Die Redaktion hat bereits bei einigen Betroffenen sowie gegenüber Medien vor Ort um Entschuldigung gebeten und befindet sich derzeit in der Analyse", hieß es. Maxi Schafroth selbst hat sich zu den Geschehnissen noch nicht gegenüber deutschen Medien geäußert. Dem dänischen Sender DR hatte er noch vor Ort erklärt, er habe die Bedeutung der Fahnen-Aktion unterschätzt. "In Deutschland sind wir nicht stolz auf unsere Fahne. Wir lassen sie nicht in unserem Garten wehen."