Europa League: Chema rettet VfB-Stuttgart-Sieg gegen Bern in letzter Minute
Der VfB Stuttgart spielt gegen die Young Boys Bern nur eine Halbzeit furios. Am Ende rettet ein Spanier den VfB, doch das hilft nicht. Siegpflicht erfüllt, aber das kleine Fußballwunder blieb aus: Trotz eines 3:2 (2:1) dank eines Last-Minute-Tores im Vorrundenfinale der Europa League gegen die Young Boys Bern muss der VfB Stuttgart den Umweg über die Play-offs nehmen. Die erforderliche Schützenhilfe für den theoretisch noch möglichen direkten Achtelfinaleinzug blieb aber aus. Deniz Undav (6. Minute) und Ermedin Demirović (7.) brachten den VfB mit einem frühen Doppelschlag in Führung. Bern kam durch Armin Gigović (42.) kurz vor der Pause zum Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel erzielte Sandro Lauper per traumhaftem Volley den Ausgleich (57.). Der Spanier Chema traf in der 90. Minute zum umjubelten, aber wertlosen Siegtreffer. "Das Spiel von uns war aber der 35. Minute nicht mehr gut. Ich weiß nicht, warum wir nach der Führung wild spielen. Wir dürfen nicht zulassen, dass es so ein enges Spiel wird, aber das haben wir heute leider. Das müssen wir schnell abstellen, weil irgendwann geht das vielleicht nicht mehr gut", sagte Deniz Undav nach dem Spiel bei RTL. Am Freitag werden am UEFA-Hauptsitz in Nyon die Paarungen der Zwischenrunde ausgelost. Die Schwaben könnten dabei auf Celtic Glasgow oder Ludogorez Rasgrad treffen. So lief das Spiel Für die Mini-Chance auf den direkten Einzug ins Achtelfinale mussten die Stuttgarter gewinnen, und die Partie begann verheißungsvoll. Undav hatte aus kurzer Distanz wenig Mühe, den Ball über die Linie zu drücken. Eindringlich hatte Berns Trainer Gerardo Seoane , bis September Coach von Mönchengladbach, vor dem Instinktfußballer gewarnt. Doch der glänzte gleich in der nächsten Aktion auch als Vorbereiter für Sturmspitze Demirović. Die Stuttgarter hatten nicht genug, setzten den kriselnden Tabellensechsten der Schweizer Liga weiter unter Druck – und kamen zu vielversprechenden Chancen. Nicht nur, als Jeltsch‘ Schuss von YB-Keeper Marvin Keller an den Pfosten gelenkt wurde, hätte der VfB erhöhen können. Lange hatten die Schwaben das Geschehen im Griff. Doch kurz vor der Pause machte es der Anschluss von Gigović wieder spannend. Vor dem Gegentor war der Pass des überraschend in der Startelf aufgebotenen Ersatzkeepers Fabian Bredlow beim Gegner gelandet. Nach dem Seitenwechsel kamen die Schweizer zum in der ersten Hälfte kaum für möglich gehaltenen Ausgleich. Bei einem Eckball übersahen die Stuttgarter an der Strafraumgrenze Lauper, der den Ball per Volley ins Tor hämmerte. Bredlow musste seine Elf später sogar vor einem Rückstand bewahren, ehe Chema in der letzten Minute doch der Siegtreffer gelang. Für das direkte Weiterkommen reichte es aber nicht.
