Wintersport: Skistar Hans Olsson beichtet Betrug für Gold-Medaille
Der Schwede Hans Olsson hat 18 nationale Gold-Medaillen in verschiedenen Ski-Disziplinen gewonnen. Doch nun hat er zugegeben, in einem Wettkampf geschummelt zu haben. Hans Olsson gilt als einer der größten Skirennfahrer Schwedens. Der heute 42-Jährige war bekannt für seinen aggressiven Fahrstil in den schnellen alpinen Disziplinen wie der Abfahrt bekannt. Doch nun gab der Wintersportler zu, betrogen zu haben. Auf der diesjährigen Leichtathletik-Gala überreichte Olsson die Auszeichnungen. Laut der schwedischen Boulevardzeitung "Expressen" gestand er: "Das ist zwar verjährt, aber ich habe eine Goldmedaille bei den schwedischen Meisterschaften durch vorsätzlichen Betrug gewonnen." "Das hat mir ein bisschen leidgetan" Der Ex-Wintersportler bezog sich dabei auf ein Rennen aus dem Jahr 2005 in Branäs. Er habe in einem Rennen ein Tor übersprungen und sei sich dessen bewusst gewesen. Nach dem Rennen behauptete er das Gegenteil. "Die Videoanalyse verschwand und ich wurde gefragt, ob ich im Grätschsitz saß. Im Eifer des Gefechts sagte ich, ich sei mir etwas unsicher." So landete er am Ende auf Platz eins. Zu einer Entschuldigung an seinen damaligen Konkurrenten Mattias Hargin konnte er sich auf der Bühne nicht so richtig durchringen. Er sagte lediglich: "Das hat mir ein bisschen leidgetan. Ich schulde einem gewissen Mattias Hargin eine Goldmedaille der schwedischen Meisterschaft." Für die ganz großen Erfolge hat es jedoch nie gereicht. Bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 landete er in der Abfahrt auf Rang 10. Bei den Ski-Weltmeisterschaften gewann jeweils mit der Mannschaft Silber (2007) und Bronze (2011). Olsson beendete seine Karriere nach der Saison 2014/15.
