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Finanziert Nordkorea Atomwaffen mit gestohlenen Kryptowährungen?

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Nordkorea soll Milliarden in Kryptowährungen gestohlen haben – und nutzt die Beute offenbar, um internationale Sanktionen zu umgehen und sein Atomprogramm weiter zu finanzieren. Laut westlichen Sicherheitsbehörden sollen nordkoreanische Hackergruppen Kryptowährungen im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar gestohlen haben. Auch die Blockchain-Datenplattform "Chainalysis" geht von diesem Wert aus. Demnach handle es sich dabei nicht um gewöhnliche Cyberkriminalität, sondern um staatlich gesteuerte Aktionen, hinter denen das Regime in Pjöngjang stehe. Die tatsächliche Schadenssumme könnte sogar noch höher liegen. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Kryptobörsen und Blockchain-Projekte weltweit. Mercosur: EU-Parlament legt Abkommen auf Eis Im Fall eines Attentats: Trump droht Iran mit Vernichtung Das Geld ist für Nordkorea strategisch wichtig: Über Kryptowährungen kann das Land internationale Sanktionen umgehen und sich trotz wirtschaftlicher Isolation dringend benötigte Devisen beschaffen. Unter anderem zur Finanzierung seines Atom- und Raketenprogramms. Nordkoreas Hacker erbeuten Milliarden in Kryptowährungen Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap spricht von "der wachsenden Sorge, dass die Erlöse des Diebstahls virtueller Werte in die Finanzierung des Atomprogramms [Nordkoreas] fließen". Nordkorea entwickelt ballistische Langstreckenraketen mit der Möglichkeit, die USA zu erreichen. Das sagte Südkoreas Präsident Lee Jae Myung bei einer Pressekonferenz in Seoul. Sollte Nordkorea sein Atom- und Raketenarsenal weiter ausbauen, bedrohe es "nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern die gesamte Welt". Pjöngjang produziere pro Jahr genug spaltbares Material für zehn bis zwanzig Atomwaffen, so südkoreanische Erkenntnisse. Weiterhin gehen Experten davon aus, dass Nordkorea inzwischen über Dutzende nukleare Sprengköpfe verfügt. Nukleare Bedrohung gegen die USA Aus Sicht Seouls müsse daher erreicht werden, dass Nordkorea sowohl die Produktion von atomarem Material als auch die Entwicklung von Interkontinentalraketen stoppt. Das wäre ein "Gewinn für alle", so Lee. Über dieses Ziel habe er bereits mit US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping gesprochen. Zuvor war Nordkorea bereits von internationalen Sanktionen unter Druck gesetzt worden. Dem zum Trotz hält das Regime an seinem Atomprogramm fest. Bereits 2006 hatte Pjöngjang seinen ersten Atomtest durchgeführt. Die Führung rechtfertigt das Arsenal mit der angeblichen Notwendigkeit der Abschreckung – vor allem gegenüber den USA und deren Verbündeten. Zwischen Nord- und Südkorea herrschen auch über 70 Jahre nach dem Ende des Koreakriegs starke Spannungen. Die USA haben Zehntausende Soldaten in Südkorea stationiert, um unter anderem dessen Sicherheit zu garantieren.