Handball-EM: Dänemarks Welthandballer Gidsel reagiert auf Portugal-Pleite
Den Gruppensieg hatte Dänemark bei der Handball-EM eigentlich fest eingeplant. Doch zum Vorrundenabschluss gab es eine sensationelle Niederlage. Der Welthandballer weiß um die Gefahr. Aus Herning berichtet Nils Kög ler Es war die bisher größte Überraschung der Handball-Europameisterschaft : Am Dienstagabend verlor Olympiasieger und Weltmeister Dänemark völlig überraschend seinen Vorrundenabschluss gegen Portugal. Vor heimischer Kulisse in der Jyske Bank Boxen von Herning musste sich die dänische Auswahl mit 29:31 geschlagen gegen. Für Dänemark war es die erste Niederlage in Herning seit 2014. Welthandballer Gidsel analysierte die überraschende Pleite im Anschluss schonungslos: "Manchmal kannst du verlieren. Das passiert im Sport. Aber die Art und Weise, wie wir verlieren, tut natürlich weh", so der Bundesliga-Akteur von den Füchsen Berlin. "Die Leistung war nicht gut genug. Das war 80 Prozent für uns und das können wir natürlich nicht akzeptieren. Vor allem nicht zu Hause in Boxen", so Gidsel weiter. "Wenn du 80 Prozent bei einer Europameisterschaft spielst, dann verlierst du." Hauptrundengruppe wird zur Todesgruppe Durch die Niederlage beendet Dänemark die Vorrundengruppe B nur als Zweiter hinter Portugal und nimmt dadurch auch keine Punkte in die Hauptrundengruppe I mit. Dort erwarten die Dänen Duelle mit Norwegen, Spanien, EM-Titelverteidiger Frankreich und Deutschland. Es ist eine echte Todesgruppe. Da Dänemark ohne Punkte in die Gruppe startet, heißt es für die Dänen in allen vier Spielen verlieren verboten, wollen sie ins Halbfinale einziehen. "Wir wissen natürlich, was für eine Aufgabe jetzt vor uns liegt. Es sind jetzt vier Spiele und vier Finals", sagte Gidsel. "Wir können uns nicht leisten, noch ein Spiel zu verlieren. Das ist ein Riesen-Druck auf uns, aber es ist nicht unnormal den Druck zu haben. Es gibt immer einen Druck auf der dänischen Nationalmannschaft", bemühte sich der 26-Jährige um Gelassenheit. Die schwierige Aufgabe motiviert Gidsel. "Wir haben immer Bock", gab er sich kampfeslustig. "Heute ist eine Riesen-Enttäuschung", sagte er. "Manchmal ist es aber auch gut für uns zu verlieren und zu merken, dass wir auch verlieren können", so Gidsel. Jetzt heiße es jedes Spiel so zu spielen, als sei es das Letzte.
