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Viele Verletzte: Zahl der Toten bei Zugunglück in Spanien steigt auf 39

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Tragödie in Spanien: Bei einem Zugunglück im Süden des Landes sind mindestens 39 Menschen gestorben. Noch ist vieles unklar, ein Minister nannte den Unfall "extrem seltsam".

Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Bei einem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen, weitere Menschen sind verletzt. Das spanische Innenministerium korrigierte die Zahl der Toten von ursprünglich 21 am Montagmorgen nach oben.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagbaned unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba gegen 19.40 Uhr, wie die spanische Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia auf dem Weg von Málaga nach Madrid sei entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe sei daraufhin ebenfalls entgleist.

Spanien: Minister nennt Unfall "extrem seltsam"

Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren nach dem Unfall stundenlang in den Zügen eingeschlossen, wie RTVE unter Berufung auf die Rettungsdienste berichtete. Die Rettungseinsätze seien aber kurz nach Mitternacht beendet worden, sagte einer der Helfer dem Sender. 

Unklarheit herrschte zunächst über die Ursache des Unglücks. Die hinteren Waggons des Zuges des Betreibers Iryo seien auf einem geraden und erst kürzlich renovierten Streckenabschnitt entgleist, erklärte Verkehrsminister Puente. Zudem sei der entgleiste Zug "praktisch neu" gewesen. Der Unfall sei daher "extrem seltsam". 

Einige der Waggons waren dem Notfallbeauftragten Sanz zufolge vier Meter tief von dem Eisenbahndamm heruntergestürzt.

Schienennetzbetreiber Adif schrieb auf X, angesichts der Situation werde "der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Madrid und Córdoba, Sevilla, Málaga und Huelva mindestens den gesamten Montag" unterbrochen sein. An den Bahnhöfen in diesen Städten seien zudem Räume eingerichtet worden, um den Angehörigen der Opfer zu helfen.

Spanische Königsfamilie spricht Beileid aus

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, er verfolge die Lage "mit großer Aufmerksamkeit". Die spanische Königsfamilie erklärte, die "ernste" Lage mit "großer Besorgnis" zu verfolgen. "Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen", schrieb er auf X. 

"Wir sprechen den Angehörigen und Liebsten der Verstorbenen unser tiefstes Beileid aus und wünschen den Verletzten von Herzen eine schnelle Genesung", hieß es in der Erklärung der Königsfamilie.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. "Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken", schrieb sie auf X auf Spanisch.

Spanien: Größtes Hochgeschwindigkeitsnetz Europas

Spanien verfügt über das größte Hochgeschwindigkeitsbahnnetz Europas. Spezielle Gleise mit einer Länge von insgesamt mehr als 3000 Kilometern verbinden große Städte wie Madrid, Barcelona, Sevilla, Valencia und Málaga.

Im Jahr 2013 waren bei der Entgleisung eines Hochgeschwindigkeitszugs vor der nordwestlichen Stadt Santiago de Compostela 80 Menschen getötet und mehr als 140 weitere verletzt worden. Es war Spaniens folgenschwerster Unfall dieser Art seit 1944.

Hinweis: Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert und um aktuelle Informationen ergänzt.