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Rund 280 Personen kontrolliert: Polizei geht gegen Kriminalität auf der Zeil vor

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Großkontrolle auf der Zeil: Rund 120 Polizisten stellen zahlreiche Verstöße fest. Innenminister Poseck fordert mehr Sicherheit für Frankfurts zentrale Einkaufsstraße.

Bei einer Großkontrolle in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei eine Reihe von Gesetzesverstößen festgestellt. An der Aktion am Samstagabend beteiligten sich nach Angaben des Innenministeriums insgesamt rund 120 Polizistinnen und Polizisten. Sie kontrollierten rund um die Einkaufsstraße Zeil, die B-Ebene der S-Bahn- und U-Bahn-Station Hauptwache sowie im Allerheiligenviertel etwa 280 Personen. Beteiligt war auch die Kontrolleinheit "Autoposer, Raser, Tuner", die neun szenetypisch auffällige Fahrzeuge unter die Lupe genommen habe.

Vereinzelt hätten sich Personen aggressiv und provokant gegenüber Passanten und den Einsatzkräften verhalten. Gegen vier davon sprachen die Beamten Platzverweise aus, eine weitere sei zur Ausnüchterung in Gewahrsam gekommen. Insgesamt seien neun Strafverfahren - unter anderem wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und wegen Geldwäsche - eingeleitet worden.

Hinzu kamen 27 Ordnungswidrigkeitenverfahren, darunter wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, Erlöschen der Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs sowie wegen öffentlichen Urinierens. In einer Spielothek hätten die Beamten mehr als 10.000 Euro wegen des Verdachts der Geldwäsche sichergestellt. Außerdem seien unter anderem zwei Pfefferpistolen sichergestellt worden.

Minister: Zeil darf kein rechtsfreier Raum sein 

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) begleitete die Kontrollen der im Herbst vergangenen Jahres eingerichteten Einheit "BAO Zeil". BAO steht für "Besondere Aufbauorganisation". Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen dem Polizeipräsidium Frankfurt und dem Hessischen Polizeipräsidium Einsatz. "Die Zeil ist eine wichtige Lebensader Frankfurts", sei aber zugleich einer der anspruchsvollsten Einsatzräume der Polizei, so Poseck. 

Insbesondere an Wochenendabenden entwickele sich die Straße zunehmend zu einem Kriminalitätsbrennpunkt. Ladendiebstähle, Körperverletzungen, Vermüllung, öffentliches Urinieren und respektloses Verhalten gegenüber Einsatzkräfte tragen dort zu einem aggressiven Klima bei, wie der Minister sagte. "Das führt dazu, dass sich Bürger zum Teil nicht mehr sicher fühlen. Verantwortlich dafür sind vor allem größere Gruppen junger Männer, begleitet von Alkohol- und Drogenkonsum, die versuchen, die Zeil zu dominieren und andere zu verdrängen." 

So seien im Jahr 2024 mehr als 5.000 Vorfälle auf der Zeil und den Nebenstraßen registriert worden, darunter mehr als 1.700 Fälle von Ladendiebstählen, aber auch Körperverletzungen (572 Fälle) und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (153). Die Zeil dürfe kein rechtsfreier Raum sein, sondern müsse wieder ein Ort sein, an dem sich alle Menschen sicher, willkommen und respektiert fühlen könnten, so der Minister.