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FC Bayern: Probleme vor Topspiel gegen RB Leipzig

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Der deutsche Rekordmeister kämpft mit Verletzungssorgen. Wie lässt sich das Problem vor dem Topspiel in Leipzig lösen? Eigentlich müsste sich der FC Bayern über den Start der zweiten Saisonphase freuen. Erst wurde der VfL Wolfsburg direkt nach der Winterpause mit 8:1 überrollt, am Mittwoch hielt sich der Rekordmeister auswärts in Köln schadlos (1:3). Doch es gibt ein Problem: In beiden Bundesliga-Partien verloren die Bayern in den Schlussminuten wichtige Außenverteidiger. Josip Stanišić (Kapselverletztung) und Konrad Laimer (Muskelfaserriss) werden einige Wochen fehlen und verschlimmern die Knappheit in der Münchener Defensive. Denn neben Stanišić und Laimer fehlt seit einer Weile auch Sacha Boey aufgrund hartnäckiger Magen-Darm-Probleme. Boey soll ohnehin verkauft werden, da er die Erwartungen seit seinem Wechsel von Galatasaray zu den Bayern vor zwei Jahren nie erfüllen konnte. Im Mittelfeld kann Bayern auch ohne Kimmich Die Aushilfslösung für die rechte Abwehrseite, wo ein äußerster Engpass vorherrscht, wäre gegebenenfalls Joshua Kimmich . Der eigentliche Spielgestalter hat sein letztes Pflichtspiel Mitte Dezember absolviert, konnte aber zuletzt erstmals wieder regulär trainieren. Bekanntlich spielt Kimmich nicht so gerne als Rechtsverteidiger, hat aber in der Vergangenheit bereits vielfach gute Leistungen auf dieser Position gezeigt. Im Mittelfeld kam der FC Bayern auch ohne Kimmich gut zurecht. Aleksandar Pavlović, Leon Goretzka sowie Tom Bischof können in der Zentrale des 4-2-3-1-Systems der Bayern die zwei Rollen ohne Kimmich adäquat ersetzen. Sollte Kimmich allerdings für ein Comeback noch etwas Zeit benötigen, müsste Cheftrainer Vincent Kompany für das Topspiel gegen RB Leipzig am Samstag auf eine absolute Notlösung zurückgreifen. Diese würde so aussehen, dass er einen potenziellen Linksverteidiger auf der rechten Seite einsetzt. Alphonso Davies , der zuletzt zwei Spiele krankheitsbedingt ausfiel, könnte gegen Leipzig wieder eine Option für die linke Abwehrseite sein. Damit würden sich Hiroki Itō und Raphaël Guerreiro, sprich zwei Linksfüße, für die Rechtsverteidigerposition anbieten. Auch Bischof, der in dieser Saison schon als Linksverteidiger ausgeholfen hat und ebenfalls Linksfuß ist, könnte hinten rechts einmal aushelfen. Der eine Vorteil für die Bayern besteht darin, dass im offensiven Spielsystem von Kompany die Außenverteidiger und speziell der Rechtsverteidiger sich vielfach diagonal in die Mitte schieben, um einen Gegenspieler mitzuziehen. Außenstürmer Michael Olise wird somit ein isoliertes Eins-gegen-Eins auf dem Flügel ermöglicht. Nachteil ist, dass ein Linksfuß vom Positionsspiel her intuitiv anders verteidigt, als es ein klassischer Rechtsverteidiger tun würde. Man dreht sich schließlich auf der linken Seite spiegelverkehrt und nutzt die Seitenauslinie links und nicht rechts von sich. Aber Not macht erfinderisch. Und das gilt nun auch für Kompany. Die angepeilte Verpflichtung des 19-jährigen Rechtsverteidigertalents Givairo Read von Feyenoord soll übrigens weiterhin im Sommer stattfinden und nicht vorgezogen werden. Der FC Bayern ist derweil nicht der einzige europäische Topklub, der auf der Rechtsverteidigerposition mit Problemen zu tun hat. Liverpool muss bis zum Saisonende auf Conor Bradley verzichten und wurde zuletzt mit Dortmunds Rechtsverteidiger Julian Ryerson in Verbindung gebracht. Der FC Barcelona hat gerade erst João Cancelo aus Saudi-Arabien zurückgeholt, weil ansonsten nur Jules Koundé als klassischer Rechtsverteidiger zur Verfügung stand. Der Markt für Rechtsverteidiger ist begrenzt, was natürlich auch die Bayern wissen. Fürs Erste müssen also Notlösungen her.