Zurück in Melbourne: Eva Lys fühlt sich angekommen
Nach ihrem überraschenden Einzug ins Achtelfinale im Vorjahr kehrt Eva Lys selbstbewusst nach Melbourne zurück. Dieses Mal reiste sie besonders früh nach Australien - und das tat ihr gut. Es war die Cinderella Story der Australian Open 2025: Als sogenannte Lucky Loserin stürmte Eva Lys in Melbourne im vergangenen Jahr bis ins Achtelfinale. Nachdem sie eigentlich bereits in der Qualifikation gescheitert war, profitierte Lys von der Absage einer anderen Spielerin und feierte dann drei beeindruckende Siege. Melbourne war damit der Auftakt in ein tolles Tennis-Jahr für die Hamburgerin, das Lys auf Rang 39 als deutsche Nummer eins beendete. Ein Jahr nach ihrem wundersamen Siegeszug am Yarra River ist Lys nun zurück in Melbourne - und das voller Zuversicht. "Ich fühle mich gut hier und kann es kaum erwarten, dass es losgeht", sagte Lys vor ihrem Erstrundenspiel gegen die Rumänin Sorana Cirstea am Dienstag. Früh nach Melbourne Um bestens für das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison vorbereitet zu sein, reiste Lys bereits eine Woche vor Weihnachten mit ihrer Familie nach Australien. "Mein Problem ist, dass ich in Hamburg jedes Jahr im Winter krank werde. Ich habe leider ein sehr schwaches Immunsystem und komme mit kalt-nassem Wetter nicht so gut zurecht", sagte die 24-Jährige, die an einer chronischen rheumatischen Autoimmunerkrankung leidet. "Je früher ich die Umstellung auch mit Zeitverschiebung und Wetter habe, desto besser", begründete Lys die lange Zeit in Australien, die aus ihrer Sicht bislang sehr gut verlaufen ist. "Es war, glaube ich, die erste Vorbereitung, in der ich keine Probleme hatte." Lys macht sich keinen Druck Das gute Gefühl gilt es, jetzt auf dem Platz in Erfolge umzusetzen. Schließlich hat Lys durch das Achtelfinale im vergangenen Jahr viele Punkte für die Weltrangliste zu verteidigen. Zusätzlichen Druck verspürt sie deshalb aber nicht. "Ich versuche, mich auf den Prozess zu konzentrieren und nicht so viel auf die Punkte zu schauen", sagte Lys. 2026 will sich Lys in der erweiterten Weltspitze etablieren und nach Möglichkeit unter die Top 32, um bei den Grand-Slam-Turnieren gesetzt zu sein. Schon jetzt fühlt sie sich im Kreis der Spitzenspielerin angekommen. "Die Unsicherheit, die Anfang des vergangenen Jahres noch da war, ist nicht mehr da."
