Annemarie Carpendale musste im Pocher-Prozess aussagen
Im Streit um ein privates Video zwischen Oliver Pocher und Christian Düren kam es vor Gericht zu lauten Auseinandersetzungen. Zudem wurden prominente Zeugen befragt. Im Kölner Gerichtssaal herrschte am Mittwoch eine Atmosphäre wie in einem "schlechten amerikanischen Krimi", wie ein Prozessbeobachter bemerkte. Der Zivilprozess zwischen Oliver Pocher und Christian Düren um ein privates Streitvideo endete in hitzigen Wortgefechten zwischen den Anwälten beider Seiten. Während Oliver Pocher persönlich erschien, blieb der TV-Moderator Christian Düren der Verhandlung fern. t-online war vor Ort. Im Zentrum des Rechtsstreits steht ein Video, das einen heftigen Streit zwischen Oliver Pocher und seiner Ex-Frau Amira Aly zeigen soll. Auch Handgreiflichkeiten sollen darin zu sehen sein. Laut Oliver Pocher soll Christian Düren, der seit 2024 mit Amira Aly liiert ist, das Video mehreren Verantwortlichen in der TV-Branche gezeigt oder zumindest erwähnt haben. Ziel sei es gewesen, Oliver Pochers Engagements bei verschiedenen Sendern zu verhindern. Die als Zeugin zugeschaltete Annemarie Carpendale , die mit Christian Düren die ProSieben-Sendung "taff" moderiert, wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Das kann ich aus vollem Herzen ausschließen", sagte die 48-Jährige während ihrer Befragung. Sie räumte ein, dass über den Clip in der Branche gesprochen worden sei, betonte aber, niemanden zu kennen, der das Video tatsächlich gesehen habe. "Die Beweislage ist eindeutig" Bei der Befragung Annemarie Carpendales kam es zu einem besonders heftigen Wortwechsel zwischen den Anwälten. Als Oliver Pochers Anwältinnen hartnäckig nachbohrten, schaltete sich Christian Dürens Anwalt Christian-Oliver Moser ein: "Ich kann nicht glauben, wie Sie hier die Befragung machen." Oliver Pochers Anwältin Sultan Balli-Bergmann konterte prompt: "Dann machen Sie doch Ihre eigene Befragung." Christian-Oliver Moser entgegnete selbstbewusst: "Brauche ich nicht, die Beweislage ist eindeutig." Auch der zweite Zeuge, Filmproduzent Pierre Uebelhack, bestritt, dass Christian Düren ihm das Video im Kölner "Brauhaus Päffgen" gezeigt habe. Er habe lediglich "oberflächlich davon gehört". Pierre Uebelhack, der frühere Lebensgefährte von Lilly Becker , zeigte sich verwundert über die Behauptung. Laut Medienbericht: Sarah Engels soll beim ESC-Vorentscheid antreten Kommentar zum Dschungelcamp: Die Schmerzgrenze hat RTL überschritten Angesichts dieser Aussagen fragte der Richter die Klägerseite, ob man das Verfahren überhaupt fortsetzen wolle. Nach kurzer Beratung mit seinen Anwältinnen entschied Oliver Pocher, den Prozess weiterzuführen. Seine Anwältin erklärte, dass der Rechtsstreit zumindest bewirkt habe, dass Christian Düren sich mit öffentlichen Äußerungen über seinen Mandanten zurückhalte – ein Teilerfolg aus ihrer Sicht. Christian Dürens Anwalt warf dem Comedian vor, mit dem Verfahren eine "Täter-Opfer-Umkehr" zu betreiben und lediglich "die öffentliche Meinung beeinflussen" zu wollen. Der Ausgang des Prozesses sei Oliver Pocher dabei "völlig egal". Der Jurist ging noch weiter und behauptete: "Er ist derjenige, der lügt." Diese Aussage führte zu wütenden Protesten vonseiten Oliver Pochers und seiner Anwältinnen. Das Gericht beendete schließlich die hitzige Debatte zwischen den Juristen. Eine Entscheidung in dem Fall wird für den 4. Februar erwartet.
