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Handball-EM: Füchse-Boss Hanning trotz DHB-Horrorauslosung positiv

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Bei der Handball-EM hat das DHB-Team eine schwere Auslosung zu bewältigen. Bob Hanning glaubt trotzdem an ein erfolgreiches Turnier. Aus Silkeborg berichtet Nils Kögler Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning traut der deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-Europameisterschaft trotz schwerer Auslosung einen Erfolg zu. Den 57-Jährigen, der in seiner Funktion als italienischer Nationaltrainer selbst an dem Turnier teilnimmt, stimmen vor allem die beiden Testspielerfolge der DHB-Auswahl gegen Kroatien positiv. "Wer den Vizeweltmeister zweimal so beherrscht, der kann schon von einer gelungenen Vorbereitung auf das große Turnier sprechen", sagte Hanning im Gespräch mit t-online. Spielplan, Orte, Modus: Das Wichtigste zur Handball-EM 2026 im Überblick Handball-EM 2026: So sehen Sie die Titelmission der deutschen Mannschaft live "Vor allem, dass die Spitze im Kader immer breiter wird und die noch mal deutlich stabilere Abwehr geben Hoffnung für eine gute bis sehr gute EM", so Hanning. "Wenn Andreas Wolff und David Späth hinter einer solchen Abwehr agieren können, dann kann man alles möglich machen." Nach dem enttäuschenden Aus im Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr wollen die Deutschen Wiedergutmachung. Hanning sieht die Mannschaft aber nicht besonders unter Druck. "So was kommt immer wieder mal vor", sagte er. "Auch wenn das Viertelfinal-Aus bei der WM grundsätzlich überflüssig war, lernt man am meisten aus genau solchen Spielen und Situationen, weil man sich dann noch fokussierter den Aufgaben stellt." Zudem ist die deutsche Mannschaft nach Meinung von Hanning in diesem Jahr deutlich besser aufgestellt als bei der WM, bei der zahlreiche Spieler schon erkrankt anreisten und immer wieder nur eingeschränkt trainieren und spielen konnten. "Dieses Mal sind mit Ausnahme von Nils Lichtlein alle gesund. Der Bundestrainer hat den besten Kader zusammen. Das war bei der letzten WM das Problem", so Hanning. Dennoch kommt auf die deutsche Mannschaft eine knifflige Aufgabe zu: Mit Österreich, Serbien und Spanien hat sie bereits eine anspruchsvolle Vorrundengruppe erwischt. Einen Punktverlust kann sich die Auswahl von Bundestrainer Alfreð Gíslason hingegen kaum erlauben, denn in der Hauptrunde wartet mit Weltmeister und Olympiasieger Dänemark sowie EM-Titelverteidiger Frankreich wohl eine echte Todesgruppe. Mit Portugal, das das DHB-Team im WM-Viertelfinale 2025 ausgeschaltet hatte, und Mit-Gastgeber Norwegen könnten weitere schwierige Aufgaben hinzukommen. "Dann ist alles möglich" Hanning gibt trotzdem eine optimistische Prognose. "Das immer ausgesprochene Ziel ist, eine Medaille zu holen", sagte er. Der Weg dahin werde zwar schwer, aber: "Gegen Frankreich glaube ich, dass Deutschland von zehn Spielen realistisch drei gewinnen kann", so seine Einschätzung. Auch die sonst so dominanten Dänen hätten seit 14 Jahren keine Europameisterschaft mehr gewonnen. "Da macht es auch wenig Sinn, vorher schon niederzuknien", so Hanning. Das Halbfinale traut er der Mannschaft trotz der Auslosung zu. "Wenn Deutschland es schafft, das Halbfinale zu erreichen, dann ist alles möglich." Mit seiner italienischen Mannschaft hat Hanning eine durchwachsene Vorbereitung hinter sich. Im Testspiel gegen Rumänien gab es einen Sieg, bei den zwei Partien gegen die Färöer Inseln einen Sieg und eine Niederlage. Vor allem viele Verletzte plagen den Chefcoach. "Ich finde, wir haben sehr leidenschaftlich die Spiele absolviert, mit sehr viel Herz", lobte Hanning seine Mannschaft. Auch offensiv habe man viele gute Lösungen gefunden, aber: "Uns fehlt im Moment noch der Zugriff in der Abwehr. Wir haben gegen die Färöer und gegen Rumänien so viele Gegentore kassiert, dass das in der Euro nicht reichen kann", warnte er. "Mag es, hohe Ziele zu setzen" In der Vorrunde bekommt es Italien mit Island, Ungarn und Polen zu tun. "Für mich ist Island sicher einer der Geheimfavoriten", analysierte Hanning. "Mit Ungarn kommt eine unglaublich kompakte Mannschaft auf uns zu, und Polen ist physisch sehr stark." Dennoch möchte Hanning bei der Zielsetzung nicht tief stapeln: "Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in die Hauptrunde zu kommen", sagte er. "Ich weiß, dass das ein großes Ziel ist. Aber solange die Spiele nicht gespielt sind, haben wir sie auch noch nicht verloren. Von daher mag ich es, hohe Ziele zu setzen, statt über Stöckchen zu springen."