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Leute: Anna Loos will Stadttheater in Brandenburg leiten

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Die Schauspielerin Anna Loos will das Theater in Brandenburg an der Havel neu beleben. Sie bewirbt sich in ihrer Geburtsstadt als neue Intendantin. Was treibt sie an?

Die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos will Intendantin des Theaters in ihrer Heimstadt Brandenburg an der Havel werden. "Ich habe mich Ende des vergangenen Jahres offiziell als zukünftige Intendantin beworben", sagte die 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Loos war 1970 in der heute 75.000 Einwohner fassenden Stadt zur Welt gekommen.

Ihr Ziel: Sie will an dem kommunalen Theater künftig ein festes Schauspiel-Ensemble aufbauen. Das Engagement ist auch persönlich motiviert: Das Theater habe ihren Lebensweg geprägt. "Ohne dieses Haus wäre ich vermutlich keine Künstlerin geworden." 

In Brandenburg aufgewachsen - aus DDR geflohen

Loos wuchs in Brandenburg an der Havel auf, floh als 17-Jährige aus der DDR. Auch weil Familienmitglieder und Freunde weiter dort leben, hat sie nach wie vor eine enge Bindung zur Stadt. Die 55-Jährige, die im ZDF die Ermittlerin "Helen Dorn" spielt, lebt in Berlin und ist mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers verheiratet. 

Stadt sucht neue Theater-Leitung

Sie wolle Verantwortung für die Zukunft des Theaters übernehmen und es wieder zu einem kulturellen Leuchtturm der Stadt machen, sagte Loos. Die Stadt berät über eine neue künstlerische Leitung. Der frühere Intendant hatte das Haus im Sommer 2025 verlassen. Wann die Stadt über die Bewerbungen zur Neubesetzung entscheidet, blieb unklar.

Dem Haus, das aus verschiedenen Töpfen über rund zehn Millionen Euro im Jahr verfügt, sind die Bamberger Symphoniker fest zugeordnet. Ein festes Schauspiel-Ensemble gibt es nicht. Im Schauspielbetrieb werden wenige Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht.

"Die Lichter sind häufiger aus als an"

"Die Situation des Theaters hat sich kontinuierlich verschlechtert. Es werden zu wenige Tickets verkauft, es wird zu wenig Programm angeboten, das Theater verliert zunehmend sein Publikum, und die Lichter sind häufiger aus als an", meinte Loos. Diese Entwicklung sei alarmierend und müsse dringend korrigiert werden.