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Февраль
2025

Internetkriminalität: Europol gibt 25 Festnahmen wegen KI-generierter Kinderpornografie bekannt

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In einem global koordinierten Schlag ist Europol gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern vorgegangen. Die Polizeibehörde rechne nach eigenen Angaben mit weiteren Festnahmen.

Ein "außergewöhnlich herausfordernder" globaler Einsatz hat laut Europol zu 25 Festnahmen im Zusammenhang mit von Künstlicher Intelligenz (KI) generierter und online verbreiteter Kinderpornografie geführt. "Europol hat Behörden aus 19 Ländern bei einem groß angelegten Schlag gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern unterstützt, der zu 25 Festnahmen geführt hat", erklärte die europäische Polizeibehörde am Freitag. Die meisten Festnahmen waren demnach bereits am Mittwoch erfolgt.

Es handele sich um einen der ersten global koordinierten Einsätze zur Aufdeckung von KI-generierter Kinderpornografie. Aufgrund seiner noch relativ neuen Natur sei der Fall "eine außergewöhnliche Herausforderung" gewesen, erklärte Europol in Den Haag. Insbesondere mangele es "an nationalen Rechtsvorschriften, die sich mit solchen Verbrechen befassen".

Die Verdächtigen gehören nach Angaben von Europol zu einer kriminellen Gruppe, die Bilder von Minderjährigen verbreitetet, welche "vollständig von Künstlicher Intelligenz generiert wurden". Nach einer Online-Zahlung konnten Nutzer auf der Plattform "zusehen, wie Kinder missbraucht wurden".

Europol: "Eine der bedrohlichsten Erscheinungsformen der Internetkriminalität"

Der Einsatz wurde von der dänischen Polizei geleitet. Auch Strafverfolgungsbehörden der EU sowie Ermittler aus Australien, Großbritannien, Kanada und Neuseeland waren den Angaben zufolge beteiligt. Im November war bereits der Hauptverdächtige festgenommen worden – ein Däne, der eine Online-Plattform betrieb, auf der er das von ihm produzierte KI-Material verbreitete.

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet sei nach wie vor "eine der bedrohlichsten Erscheinungsformen der Internetkriminalität in der Europäischen Union", erklärte Europol.

Selbst wenn in diesem Fall der Inhalt "vollkommen künstlich ist und kein echtes Opfer abgebildet" werde: KI-generierte Kinderpornografie-Inhalte tragen dennoch "zur Objektivierung und Sexualisierung von Kindern bei", erklärte Europol. Zudem ließen sich solche Inhalte sehr leicht und ohne besondere technische Kenntnisse herstellen.

Die Bekämpfung der zunehmenden Kinderpornografie bleibe weiterhin eine der Prioritäten für die Strafverfolgungsbehörden. Europol rechnet eigenen Angaben zufolge mit weiteren Festnahmen.