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In diesen Städten gehen die meisten Ehen zu Bruch

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Im Norden Deutschlands scheitern mehr Ehen als im Süden. Doch eine Region sticht besonders hervor. In Bremerhaven gehen einer neuen Erhebung zufolge die meisten Ehen in Deutschland zu Bruch. Leverkusen steht auf Platz zwei, Neumünster auf dem dritten Platz. Untersucht wurden 102 deutsche Großstädte vom Portal "erotik.com" auf Basis der offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Gewertet wurde die Zahl der rechtskräftigen Scheidungen je 100 Eheschließungen im Jahr 2025. Bremerhaven bringt es auf 85 Prozent, in Leverkusen sind es 79,9 Prozent, in Neumünster 76,2 Prozent. Besonders sattelfest sind Ehepartner offenbar in Freiburg im Breisgau, hier liegt die Quote bei 16,5 Prozent. Auch Ulm (16,6 Prozent) und Heidelberg (17,5 Prozent) sind demnach Orte, in denen es weniger Scheidungen gibt. Untersuchung: Wie Stress im Job dem Sexleben schaden kann Studie mit rund 1.700 Ehepaaren: Paare, die das tun, führen eine gesündere Beziehung Unter den zehn Städten mit der höchsten Scheidungsquote liegen gleich vier im Ruhrgebiet: Duisburg (68,9 Prozent), Hagen (64,6 Prozent), Oberhausen (57,4 Prozent) und Herne (57,3 Prozent). Das Ruhrgebiet ist damit die Region mit der größten Häufung hoher Scheidungsquoten in Deutschland: ein Muster, das sich schon in früheren Auswertungen zeigte und sich 2025 fortsetzt. Strukturwandel und Erwerbslosigkeit Faktoren für Eheprobleme Die 18 ostdeutschen Großstädte im Ranking kommen auf eine durchschnittliche Scheidungsquote von 46,8 Prozent, die 84 westdeutschen auf 38,5 Prozent. Hamburg ist mit 50,1 Prozent die einzige deutsche Millionenstadt über der 50-Prozent-Marke, knapp vor Berlin (48,5 Prozent). München (39,7 Prozent) und Köln (31,1 Prozent) liegen dagegen deutlich darunter. Köln bildet damit das Schlusslicht unter den vier Millionenstädten, mit weniger als einem Drittel der Scheidungen je Eheschließung. Strukturwandelregionen mit geringerem Durchschnittseinkommen und höherer Erwerbslosigkeit zeigen bundesweit tendenziell höhere Scheidungsraten, so die Auswertung. Die Psychologin Borbála Rozsnyik hat eine Erklärung: "Finanzieller Druck kann langfristig zum Beziehungsproblem werden: Anhaltende Unsicherheit, die Angst vor Arbeitslosigkeit oder das Gefühl, als Familie ständig an der Belastungsgrenze zu leben, können einen dauerhaften Stresszustand erzeugen". Geringes Einkommen sei aber nicht automatisch ein Grund für Probleme in der Ehe, so wie Geld alleine keine Garantie für dauerhafte Beziehungen sei. Die wirtschaftliche Situation sei vielmehr ein Verstärker bereits bestehender Spannungen.