Panne am Präsidentenjet: Trumps Katar-Geschenk muss später abheben
Im vergangenen Jahr schenkte Katar den USA ein Flugzeug – das Donald Trump prompt zur Air Force One umbauen ließ. Nun gab es bei dem Jumbojet eine Panne.
Die von Katar geschenkte US-Präsidentenmaschine ist nach Behördenangaben wegen einer Panne mit einer Notrutsche verspätet losgeflogen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus mit dem Vorfall vertrauten Kreisen erfuhr, löste Armeepersonal auf dem Stützpunkt Joint Base Andrews bei Washington „versehentlich die Rutsche“ aus. Die Maschine sollte US-Präsident Donald Trump zu einem Parteitag seiner regierenden Republikaner nach Dallas im Bundesstaat Texas bringen.
Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls befand sich Trump nicht an Bord, war aber bereits auf dem Rollfeld. Zuvor hatte der US-Präsident Reportern gesagt, dass Inspektoren eine der aufblasbaren Notrutschen des Flugzeugs überprüften. „Sie überprüfen gerade die Rutsche hier drüben, und ich glaube, das wird 15 Minuten dauern“, sagte Trump auf dem Rollfeld.
Donald Trump wollte nach Texas
Der Zwischenfall schürte erneut Zweifel an der Sicherheit der Maschine. Auf die Frage eines AFP-Reporters, ob er von der Sicherheit des Flugzeugs überzeugt sei, antwortete Trump: „Ja, das bin ich, sonst würde ich nicht damit fliegen.“ Später erklärte der Kommunikationschef des Weißen Hauses, Steven Cheung: „Wie der Präsident bereits sagte, wurde die Rutsche überprüft, um sicherzustellen, dass alles einwandfrei funktioniert.“
Bei seiner Ankunft auf der Joint Base Andrews war Trump ungewöhnlich lange in seinem Hubschrauber geblieben, bevor er schließlich an Bord der Air Force One ging. Dies gab den Journalisten die Gelegenheit, eine auf der rechten Seite der Präsidentenmaschine ausgefahrene aufblasbare Rutsche zu begutachten. Sie sahen auch, wie die ehemalige Präsidentenmaschine aus dem Hangar aufs Rollfeld verlegt wurde. Später hob aber die von Katar geschenkte Maschine ab und landete in Texas.
Es gab schon zuvor Sicherheitsbedenken
Trump hatte den neuen Präsidentenflieger erstmals am 1. Juli genutzt. In den USA kam aber eine Debatte über die Sicherheit der Boeing 747-8 auf, nachdem Trump anderthalb Wochen später beim Abflug vom Nato-Gipfel in der Türkei auf die Luxusmaschine verzichtet und stattdessen einen Ausweichflieger seiner alten Air-Force-One-Flotte genutzt hatte.
Laut einem Bericht der „New York Times“ hatte der Personenschutz des Präsidenten Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Demnach ist die von Katar bereitgestellte Maschine nicht mit den selben Sicherheitssystemen ausgerüstet wie die bisherigen US-Präsidentschaftsmaschinen. Nach den Berichten wurde sie Ende Juli umgerüstet.
