Benzin- und Dieselpreis: ADAC registriert Preissprünge – vor allem E10
Die Preise an den Tankstellen sind im bundesweiten Durchschnitt deutlich gestiegen. Der ADAC sieht den höheren Ölpreis dafür nur teilweise als Erklärung. An den Tankstellen müssen Autofahrer derzeit wieder mehr bezahlen. Super E10 kostet im bundesweiten Durchschnitt 2,259 Euro je Liter und damit 7,6 Cent mehr als vor einer Woche. Noch stärker verteuerte sich Diesel: Der Liter kostet derzeit im Mittel 2,321 Euro. Damit ist Diesel innerhalb einer Woche um fast 9 Cent teurer geworden. Nach Angaben des ADAC hängt der neuerliche Anstieg auch mit dem höheren Ölpreis zusammen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet derzeit knapp unter 100 US-Dollar . Nach Ansicht des Automobilclubs erklärt das die hohen Kraftstoffpreise allerdings nur zum Teil. Auch der Euro-Dollar-Wechselkurs rechtfertige das derzeitige Preisniveau an den Tankstellen nur teilweise. Besonders auffällig ist aus Sicht des ADAC die Entwicklung bei Super E10. Der Kraftstoff erreicht demnach immer neue Höchststände, obwohl der Rohölpreis deutlich unter früheren Höchstwerten liegt. Der Automobilclub fordert deshalb mehr Transparenz bei der Preisbildung. Er sieht insbesondere auf Raffinerie- und Großhandelsebene weiteren Erklärungsbedarf. So können Sie Kraftstoff sparen Auf die Preise an der Zapfsäule haben Sie kaum Einfluss – nur die richtige Uhrzeit des Tankens kann beim Sparen helfen: Nach Angaben des ADAC sind Kraftstoffe im Bundesdurchschnitt kurz vor 12 Uhr mittags besonders günstig. Punkt 12 Uhr steigen die Preise demnach häufig wieder deutlich. Vergleichen Sie zudem vor dem Tanken die Preise in Ihrer Umgebung. Vergleichs-Apps zeigen die aktuellen Kraftstoffpreise zahlreicher Tankstellen und können Ihnen dabei helfen, günstigere Angebote zu finden. Auch den Verbrauch Ihres Autos können Sie etwas senken. Laut ADAC lassen sich mit einer angepassten Fahrweise und weiteren Maßnahmen bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen: Fahren Sie möglichst gleichmäßig. Beschleunigen Sie zügig und schalten Sie früh hoch – ungefähr bei 2.000 Umdrehungen pro Minute. Halten Sie die Drehzahl anschließend möglichst niedrig und konstant. Schalten Sie erst zurück, wenn der Motor ruckelt oder brummt. Fahren Sie ein Auto mit Automatikgetriebe, können Sie häufig den "Eco"-Modus nutzen. Das Fahrzeug schaltet dann früher hoch und später herunter, wodurch der Verbrauch sinken kann. Fahren Sie vorausschauend Gehen Sie frühzeitig vom Gas, wenn Sie auf eine rote Ampel oder eine Ortschaft zufahren. Nutzen Sie dabei die Motorbremswirkung, statt bis kurz vor dem Hindernis zu beschleunigen und anschließend stark abzubremsen. Als Merkhilfe können Sie sich vorstellen, dass sich auf dem Beifahrersitz oder im Fußraum ein voller Wassereimer befindet. Fahren Sie so gleichmäßig wie möglich, damit möglichst kein Wasser überschwappt. Sanftes Beschleunigen und Abbremsen hilft dabei, den Verbrauch zu senken. Schalten Sie den Motor bei längeren Stopps aus Hat Ihr Auto keine Start-Stopp-Automatik , können Sie den Motor bei längeren Wartezeiten ausschalten. Laut ADAC lohnt sich das bei Stopps von mehr als 20 Sekunden. Im Leerlauf verbraucht ein Fahrzeug innerhalb einer Stunde zwischen 0,5 und einem Liter Kraftstoff. Bei warmem Motor ist die zusätzliche Belastung für Anlasser und Batterie nach Angaben des ADAC gering. An Bahnübergängen ist das Abschalten des Motors ohnehin vorgeschrieben. Nehmen Sie unnötiges Gewicht aus dem Auto Prüfen Sie regelmäßig, was Sie im Kofferraum mitführen. Zusätzliche 100 Kilogramm Gewicht erhöhen den Verbrauch laut den vorliegenden Angaben um rund 0,3 Liter. Räumen Sie deshalb nach einer Reise oder einem Ausflug Dinge aus dem Auto, die Sie nicht mehr benötigen. Entfernen Sie außerdem Fahrradträger oder Dachboxen, sobald Sie sie nicht mehr brauchen. Sie erhöhen den Luftwiderstand und damit den Verbrauch. Setzen Sie auch Klimaanlage, Sitzheizung und Heckscheibenheizung möglichst gezielt ein. Diese Verbraucher benötigen zusätzliche Energie. Prüfen Sie Reifen und Wartung Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck . Schon 0,3 bar zu wenig erhöhen den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Auch die Reifenwahl kann eine Rolle spielen. Energiesparreifen mit geringem Rollwiderstand können laut ADAC bis zu 0,5 Liter auf 100 Kilometer einsparen. Achten Sie außerdem auf regelmäßige Wartungen. Ein sauberer Motorluftfilter und geeignetes Leichtlauföl tragen dazu bei, dass der Motor effizienter arbeitet.
