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Cala Major: Auf Mallorca sorgen Premium-Liegen für Ärger – für 125 Euro pro Tag

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Luxus-Liegen in Cala Major auf Mallorca kosten bis zu 125 Euro. Der Betreiber verlangt damit mehr als die genehmigten Höchstpreise. Umweltschützer zeigen sich empört.

Cala Major zählt zu den beliebtesten Stränden Mallorcas. Doch jetzt sorgen neue Mondpreise für Sonnenliegen erneut für Ärger. Satte 125 Euro pro Tag sollen Urlauber dort zahlen, wenn sie sich für eine sogenannte Premium-Version entscheiden. Im Preis enthalten sind zwei gepolsterte Sonnenliegen mit einem kleinen Holztisch dazwischen, ein hochwertiger Sonnenschirm und ein Safe.

Das Modell stieß bereits vor zwei Jahren der Umweltschutzorganisation Grup Balear d'Ornitologia i Defensa de la Naturalesa (GOB) sauer auf. Damals verlangten die Betreiber 70 Euro für die Luxus-Liegen – das Dreifache des damals genehmigten Höchstpreises von 18 Euro für zwei Liegen und einen Schirm. Im September vergangenen Jahres reichte der GOB eine Beschwerde bei der zuständigen Küstenbehörde der Balearenregierung ein und erstattete Anzeige gegen den Betreiber.

Ärger um Strandpreise auf Mallorca

Im November genehmigte der Stadtrat die neue Ausschreibung für die Strandkonzessionen bis 2029 und legte neue Höchstpreise fest. Seitdem kosten eine normale Liege und ein Sonnenschirm jeweils 10 Euro pro Tag statt zuvor 6 Euro. Eine Premium-Liege kostet 45 Euro (vorher 30 Euro) und ein Strandsafe fünf anstatt wie bisher einen Euro. Ein Luxus-Paket mit Safe dürfte demnach höchstens 105 Euro kosten.

Trotzdem verlangt der Betreiber in Cala Major 125 Euro. Auch die übrigen Preise an dem beliebten Strand westlich von Palma liegen über den genehmigten Höchstpreisen. Ein Sonnenschirm kostet dort in diesem Sommer 15 Euro, zwei Standardliegen 25 Euro und das Komplettpaket 35 Euro.

Die Umweltschützer kritisieren die Preisentwicklung auch deshalb, weil es sich bei den Stränden um öffentliches Eigentum handelt. Zwar bleibe der Zugang zum Strand kostenlos. Nach Ansicht des GOB führen die privaten Dienstleistungen und hohen Preise jedoch dazu, dass Teile des öffentlichen Raums faktisch privatisiert würden.

Auch Anwohner über Preise empört

Die Organisation fordert deshalb eine umfassende Prüfung der Preise an sämtlichen Stränden, für die die Stadt Palma Konzessionen vergeben hat. Die Untersuchung solle sich nicht nur auf Cala Major und die Playa de Palma beschränken. Außerdem müsse geklärt werden, ob Premium-Angebote wie das 125-Euro-Paket überhaupt Bestandteil der genehmigten Stranddienstleistungen sind.

Auch die Anwohnervereinigung von Sant Agustí und Cala Major hat formell Einspruch gegen die neuen Preise eingelegt und sie als überhöht bezeichnet. Sie räumt zwar ein, dass die Premium-Liegen mit dickeren Matratzen und einem stabileren Sonnenschirm ausgestattet sind als die Standardausführung. Der Preisunterschied sei jedoch nicht gerechtfertigt. Zudem richte sich das Angebot nicht an Einheimische, sondern an zahlungskräftige Touristen.

Quellen:Mallorca Magazin“, „Ultima Hora“, Inselradio I, Inselradio II, „Euro Weekly News“.