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RWTH Aachen: Autonomes Auto darf durch Deutschland fahren

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Das Forschungsfahrzeug "karl." darf auf öffentlichen Straßen fahren. Eine neue Genehmigung erlaubt Tests im gesamten Bundesgebiet. Die RWTH Aachen hat für ihr autonomes Forschungsfahrzeug "karl." eine bundesweite Erprobungsgenehmigung erhalten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte die Genehmigung für Tests im öffentlichen Straßenverkehr. Damit gehört die RWTH neben der TH Augsburg und der TU Braunschweig zu bislang drei Hochschulen in Deutschland mit einer solchen Genehmigung. Das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH hat "karl." als Forschungsplattform entwickelt. Grundlage ist ein Volkswagen T7 Multivan eHybrid. Kameras sowie Lidar- und Radarsensoren erfassen während der Fahrt die Umgebung. Rechner im Fahrzeug verarbeiten die Daten und steuern die autonome Fahrfunktion. Das Fahrzeug ermöglicht autonomes Fahren nach Level 4. Dabei benötigt das System grundsätzlich keinen Menschen am Steuer. Bei den Forschungsfahrten mit "karl." sitzt aus Sicherheitsgründen dennoch immer eine Sicherheitsfahrerin oder ein Sicherheitsfahrer im Wagen. RWTH Aachen testet Software im realen Verkehr Die bundesweite Genehmigung erweitert die Möglichkeiten für Tests unter realen Verkehrsbedingungen. Neue Methoden und zuvor in Simulationen optimierte Software können so auf öffentlichen Straßen erprobt werden. Vor einer Fahrt testet das ika Änderungen zunächst in seiner Simulationsumgebung OpenADSim. Erkenntnisse aus den anschließenden Straßenfahrten fließen wiederum in die Weiterentwicklung der Software ein. Die autonome Fahrfunktion basiert auf dem von der RWTH initiierten Open-Source-System OpenADS. Dessen Software steht auch anderen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zur Verfügung. Sie können einzelne Komponenten oder das gesamte System für eigene Forschungsfahrzeuge nutzen. Professor Lutz Eckstein, Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge, erklärte, mit der Genehmigung könne die RWTH Forschungsergebnisse verstärkt in der Praxis erproben. OpenADS solle zugleich eine technische Grundlage für die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Industrie schaffen.