Ifa-Neuheiten – Tag 2: Zwei bekannte Marken verschwinden
Vom 4. bis zum 8. September kann sich jeder auf der Technikmesse Ifa in Berlin innovative Produkte anschauen. t-online sammelt vorab die spannendsten Neuheiten für Sie. Am Freitag öffnet die Internationale Funkausstellung (Ifa) in Berlin zum 102. Mal ihre Türen. Knapp 2.000 Aussteller zeigen auf dem Messegelände am Funkturm ihre Innovationen, Technologietrends und Geräte. Den Anfang machten am Mittwoch die Hausgerätehersteller Siemens, Bosch und Miele. Die Technikmesse soll der Branche neuen Schwung verleihen, nachdem die Hersteller von Haushaltselektronik ein schwieriges erstes Halbjahr hinter sich haben. Hohe Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheit haben dafür gesorgt, dass Verbraucher bei größeren Anschaffungen wie Fernseher, Waschmaschinen oder Kühlschränken eher vorsichtig waren. Technikmesse in Berlin: Das erwartet die Besucher auf der Ifa 2026 Ifa 2026: Acer bringt Kultmarke aus den 90ern zurück Die Aufgabe der Ifa sei es, in diesem schwierigen Umfeld den Fokus auf die Branche zu lenken und die Menschen wieder stärker zum Kauf von Elektronikprodukten zu motivieren, sagte Ifa-Chef Leif Lindner. Doch gelingt das der Messe? t-online ist für Sie vor Ort und hält Ausschau nach den spannendsten technischen Highlights, die auf und abseits der Messe vorgestellt werden. Unser Überblick: Xiaomi: Erster Ifa-Auftritt, Autos kommen 2027 Der chinesische Hersteller Xiaomi ist in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der Ifa vertreten. Auf mehr als 3.300 Quadratmetern zeigt das Unternehmen über 380 Produkte: Smartphones, Küchen- und Reinigungsgeräte, Fernseher, Überwachungstechnik und Elektroautos. Xiaomi will die Geräte per Künstlicher Intelligenz miteinander verbinden. Auf der Messe führt der Hersteller das an Beispielen vor: Auf dem Heimweg sollen etwa Licht und Klimaanlage anspringen, bevor die Bewohner ankommen. Für Deutschland kündigt Xiaomi an, seine Smart-Home-Marke Mijia auszubauen. Zu ihr gehören laut Unternehmen weltweit mehr als 2.000 Geräte in über 130 Kategorien, von der Lampe bis zum Luftreiniger. Welche davon hierzulande in den Handel kommen und wann, teilte Xiaomi nicht mit. Auch Preise nannte der Hersteller nicht. Auf dem Messestand stehen außerdem drei Autos, darunter die Limousine SU7 und ein Konzeptfahrzeug, das Xiaomi für die Rennspielreihe "Gran Turismo" entworfen hat. Den Marktstart in Europa plant das Unternehmen für 2027. In China verkauft Xiaomi seit März 2024 Autos und hat dort nach eigenen Angaben mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Daneben zeigt Xiaomi ein faltbares Smartphone mit einem selbst entwickelten Prozessor sowie einen humanoiden Roboter, der Besucher mit Gesten begrüßt. Der Roboter ist kein Verkaufsprodukt, sondern wird laut Xiaomi in der eigenen Autofabrik erprobt. Anker: Soundcore und Eufy verlieren ihre Namen Anker fasst seine Marken künftig zusammen. Das teilt der chinesische Elektronikhersteller auf der Ifa mit. Demnach laufen künftig Kopfhörer, die bislang unter dem Namen Soundcore verkauft wurden, und Haushaltsroboter der Marke Eufy unter dem Namen Anker. Der Wechsel soll schrittweise erfolgen. Neue Geräte kommen bereits unter dem neuen Namen in den Handel. Der Hersteller steigt außerdem in den Markt für Hörhilfen ein. Die Geräte sollen Umgebungsgeräusche unterdrücken und sich schnell aufladen lassen. Zu Modellen, Preisen und Verkaufsstart macht Anker bislang keine Angaben. Für den Garten zeigt Anker einen Mähroboter, der ohne Begrenzungsdraht und ohne zusätzliche Antenne auskommen soll. Das Modell E15 Gen2 vermisst den Garten nach Angaben des Herstellers während der ersten Fahrt selbst und erkennt Hindernisse über eine Kamera. Mit einer Akkuladung mäht das Gerät demnach bis zu 1.000 Quadratmeter. Es kommt Ende September für 1.399 Euro in den Handel. Anfang 2027 will der Hersteller zudem ein Gerät für das Schlafzimmer auf den Markt bringen, das den Schlaf ohne Uhr oder Ring am Körper aufzeichnet. Ein Radarsensor soll Atmung, Herzschlag und Bewegungen erfassen können, am Morgen steht der Bericht dann in einer App bereit. Einen Preis für den Schlafsensor nennt das Unternehmen nicht.
